Der Favoritner Fußballabend nahm am Montagabend eine dramatische Wendung.
Was als sportlicher Zeitvertreib in der Landgutgasse begann, endete für einen 34-jährigen Wiener im Krankenhaus und für einen 26-Jährigen in der Justizanstalt.
Streit eskaliert auf dem Spielfeld
Gegen 20:00 Uhr verwandelte sich der Fußballplatz in der Landgutgasse im 10. Wiener Gemeindebezirk in einen Tatort. Nach ersten Informationen gerieten zwei Männer während des Spiels in eine heftige verbale Auseinandersetzung. Die Situation eskalierte völlig unerwartet, als einer der Beteiligten plötzlich ein Messer zog. Ohne Vorwarnung stach der Angreifer auf seinen Kontrahenten ein.
Zivilcourage unter Lebensgefahr
Ein mutiger Zeuge, der das Geschehen beobachtete, zögerte keine Sekunde und versuchte, die Kontrahenten zu trennen. Dabei nahm er selbst Verletzungen in Kauf und wurde ebenfalls durch das Messer verletzt. Trotz seiner eigenen Wunden verlor er den flüchtenden Täter nicht aus den Augen und nahm die Verfolgung auf, während die Polizei alarmiert wurde.
Erstversorgung im Käfig
Beim Eintreffen der Beamten der Wiener Polizei bot sich ein erschreckendes Bild. Das 34-jährige Opfer saß schwer gezeichnet im Fußballkäfig. Der Mann erlitt eine Schnittverletzung im Bereich des Oberkörpers sowie mehrere tiefe Wunden an den Armen. Bis zum Eintreffen der Berufsrettung Wien übernahmen die Polizisten die lebensnotwendige Erstversorgung des stark blutenden Mannes.
Fluchtversuch und Maskerade
Der mutmaßliche Täter, ein 26-jähriger Mann, versuchte unterdessen, seine Spuren zu verwischen. Dank der präzisen Angaben des hartnäckigen Zeugen konnte die Polizei den Flüchtigen in der Wohnung seiner Eltern nahe dem Keplerplatz lokalisieren. In einem verzweifelten Versuch, unerkannt zu bleiben, hatte der Verdächtige bereits seine Kleidung gewechselt und sich den Bart komplett abrasiert.
Identifizierung und Festnahme
Die Maskerade nützte dem 26-Jährigen jedoch wenig. Anhand von Lichtbildern konnten die Beamten ihn zweifelsfrei als den Angreifer identifizieren. Der Mann wurde festgenommen und zeigte sich im Rahmen der ersten Einvernahmen bereits geständig. Das 34-jährige Opfer wurde zur weiteren Behandlung mit Verletzungen unbestimmten Grades in ein Krankenhaus eingeliefert.
Dieser Vorfall zeigt erneut die erschreckende Geschwindigkeit, mit der alltägliche Konflikte im öffentlichen Raum eskalieren können. Besonders hervorzuheben ist in diesem Fall die enorme Zivilcourage des Zeugen, ohne dessen beherztes Eingreifen und anschließende Verfolgung der Täter vermutlich nicht so schnell hätte gefasst werden können.
Quelle“LPD Wien“
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