Heinrich Himmer /© Parlamentsdirektion/​Thomas Topf

Heinrich Himmer (SPÖ) begrüßt die Reform – Integrativer Unterricht im Fokus

Der SPÖ-Bildungssprecher Heinrich Himmer zeigt sich erfreut über die neuen Regelungen zur Deutschförderung. Was bisher oft als „starr“ und „wenig sinnvoll“ empfunden wurde – die von oben verordneten Deutschförderklassen und -kurse – soll der Vergangenheit angehören.

Mehr Autonomie für den Schulstandort

Ab dem kommenden Schuljahr erhalten Schulen mehr Wahlmöglichkeiten bei der Sprachförderung von außerordentlichen Schülerinnen und Schülern. Anstatt sich ausschließlich an das bisherige, starre Modell zu halten, können Schulstandorte künftig alternative und autonome Förderkonzepte entwickeln und vorlegen.

Heinrich Himmer sieht darin einen entscheidenden Vorteil: „In Zukunft können [die Schulen] selbst entscheiden, wie die Deutschförderung für die Kinder an ihrem Standort am besten funktioniert.“ Er betont, dass dies die Tür für integrative Modelle öffnet. Bei diesen Modellen sollen außerordentliche Schülerinnen und Schüler verstärkt gemeinsam mit ordentlichen Schülerinnen und Schülern unterrichtet werden. Das Ziel sei, allen Kindern die beste Bildung zu sichern.

Wissenschaftliche Empfehlungen umgesetzt

Die Bundesregierung setzt mit dieser Neuerung langjährige Forderungen der SPÖ um. Laut Himmer belegen wissenschaftliche Erkenntnisse klar, dass der Zweitspracherwerb am besten gelingt, wenn viel Kontakt mit Erstsprachlern besteht. Darüber hinaus weisen Studien darauf hin, dass die bloße Wiederholung einer Klasse oft sogar zu schlechteren Schulerfolgen führt.

MIKA-D und bürokratischer Aufwand

Ein weiterer Punkt der Reform betrifft die Sprachtestung MIKA-D. Diese soll künftig weiterentwickelt werden. Das Ziel ist es, den bürokratischen Aufwand für die Schulen zu verringern und damit mehr Zeit für das eigentliche Deutschlernen zu schaffen. Ebenfalls erleichtert werden soll der Aufstieg von außerordentlichen Schülerinnen und Schülern in den ordentlichen Status.

Himmer argumentiert, dass Schulleitungen und Lehrkräfte am besten beurteilen können, welches konkrete Förderkonzept optimal zum jeweiligen Standort und den Bedürfnissen der Kinder passt. Er kündigt an, dass die Neuerungen laufend wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden.

Die Reform der Deutschförderung markiert einen Schwenk hin zu mehr Schulautonomie und integrativen Lehransätzen. Die SPÖ sieht darin die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse, um den Zweitspracherwerb effektiver zu gestalten und Bildungschancen zu verbessern. Der Fokus liegt künftig auf maßgeschneiderten Lösungen statt auf einem starren Einheitsmodell.

SPÖ-Parlamentsklub

AustriaAktuell.at – Wissen, was bewegt.

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert