Ein routinemäßiger Streifendienst der Wiener Landesverkehrsabteilung führte am Freitagabend zu einem beachtlichen Erfolg im Kampf gegen die Suchtgiftkriminalität. In der Heiligenstädter Straße stoppten die Beamten gegen 19.45 Uhr einen Pkw, dessen Insassen sich nun wegen des Verdachts auf organisierten Drogenhandel verantworten müssen.
Verdächtiger Geruch bei Verkehrskontrolle
Der Einsatz nahm seinen Anfang, als die Polizisten einen 31-jährigen Fahrzeuglenker anhielten. Dieser wirkte auf die Beamten massiv durch Suchtmittel beeinträchtigt. Doch nicht nur der Zustand des Fahrers erregte Aufmerksamkeit: Sobald sich die Fensterscheiben senkten, schlug den Polizisten ein intensiver Marihuanageruch entgegen. Dies lieferte den entscheidenden Anlass für eine genauere Durchsuchung des Wagens und der insgesamt vier Insassen.
Spürhund findet Crystal Meth und Bargeld
Zur Unterstützung der Durchsuchung wurde ein Drogenspürhund angefordert, der im Innenraum des Fahrzeugs sofort anschlug. Die Beamten stellten daraufhin rund 110 Gramm der gefährlichen Droge Crystal Meth sowie eine größere Menge an verschreibungspflichtigen Medikamenten sicher. Zudem fanden die Polizisten einen Bargeldbetrag von etwa 1.000 Euro in kleinen Scheinen, was laut Ermittlern eine absolut szenetypische Stückelung für den Straßenverkauf darstellt.
Festnahmen und weitere Ermittlungen
Alle vier Fahrzeuginsassen, syrische Staatsangehörige im Alter von 23, 25, 28 und 31 Jahren, wurden noch vor Ort vorläufig festgenommen. Dem Lenker wurde zudem an Ort und Stelle der Führerschein abgenommen. Das Quartett sieht sich nun mit Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz konfrontiert. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle West, hat die weiteren Ermittlungen übernommen, um die Hintermänner und die Herkunft der chemischen Drogen zu klären.
Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung von aufmerksamen Verkehrskontrollen für die allgemeine Sicherheit. Durch das schnelle Eingreifen und den Einsatz von Diensthunden konnte eine nicht unerhebliche Menge gefährlicher Substanzen aus dem Verkehr gezogen werden, bevor sie in den Wiener Drogenumlauf gelangten.
Quelle „heute.at“
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