Sechs Jahre lang das Schreckgespenst von Wien-Hietzing
Wien, 19. Oktober 2025 – Ein wichtiger Fahndungserfolg für die Wiener Kriminalisten: Nach intensiven Ermittlungen ist es gelungen, einen mutmaßlichen Serieneinbrecher festzunehmen, dem Taten im Wert von über 600.000 Euro zugerechnet werden.
Der Mann soll seit 2019 vorwiegend in Wien-Hietzing zugeschlagen und dabei ältere Personen skrupellos bestohlen haben.
LKA Wien und Bundeskriminalamt arbeiten Hand in Hand
Am 14. Oktober gelang Beamten des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle West, in enger Abstimmung mit dem Bundeskriminalamt der entscheidende Schlag. Ein 49-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, dem zur Last gelegt wird, zahlreiche Wohnungseinbruchsdiebstähle verübt zu haben, konnte gefasst werden.
Die perfide Masche: Schlüssel im Gespräch entwendet
Der Täter, der bereits einschlägig vorbestraft ist und über keinen festen Wohnsitz in Österreich verfügt, bediente sich einer besonders hinterhältigen Methode. Er soll seine späteren Opfer – meist ältere Personen – beim Verlassen ihrer Wohnungen oder vor Geschäften in Gespräche verwickelt haben. In diesen Momenten der Ablenkung entwendete er unbemerkt die Schlüssel der Senioren.
Anschließend nutzte er die entwendeten Schlüssel, um in die Wohnungen in Wien-Hietzing (1130) einzudringen und dort gezielt Bargeld, Schmuck und wertvolle Goldmünzen zu stehlen.
Konfrontation in Wohnungen – Täter kaltblütig
Der mutmaßliche Einbrecher schreckte auch vor Konfrontation nicht zurück: In zumindest zwei bekannten Fällen trafen die Opfer den Täter in ihren eigenen vier Wänden an. Es kam zu körperlichen Auseinandersetzungen, bei denen die Opfer glücklicherweise unverletzt blieben.
Festnahme durch die EGS im 15. Bezirk
Am späten Dienstagabend kam es schließlich zur Festnahme. Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) erkannten den Gesuchten im 15. Bezirk, als dieser gerade mit einem weiteren Mann in ein Auto stieg. Der 49-Jährige konnte angehalten und festgenommen werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt überstellt.
Höchste Wachsamkeit bleibt gefragt
Die Ermittlungen dauern an, und die Polizei geht davon aus, dass der Tatverdächtige für weitere, noch nicht bekannte Einbrüche verantwortlich sein könnte. Opfer oder Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Wiener Polizei zu melden.
Kriminalprävention rät: So schützen Sie Ihre Wertsachen
Die Polizei mahnt zur Vorsicht und gibt wichtige Sicherheitstipps:
- Führen Sie Eigentums- und Inventarverzeichnisse mit Fotos von Wertsachen.
- Schmuck und Gerätenummern sollten fotografiert bzw. notiert werden.
- Bewahren Sie Wertsachen in einem Tresor auf – idealerweise mit Zahlenschloss.
- Schlüssel, Geldbörsen und Mobiltelefone gehören in verschlossene Innentaschen (Vorsicht bei Handtaschen mit Magnetverschluss!).
Quelle „LPD Wien“
Wien schläft nicht – auch die Polizei nicht!