Digitaler Behördenweg wird leichter. Das neue Service der unentgeltlichen Vertretung in FinanzOnline hat sich in den ersten drei Monaten nach dem Start als eine wichtige Unterstützung im digitalen Behördenkontakt etabliert.
Die Bilanz zeigt eine hohe Nachfrage bei der heimischen Bevölkerung. Insgesamt wurden bisher 21.432 Fälle erfolgreich erledigt, während aktuell noch 465 Anträge in Bearbeitung sind. Das Angebot erleichtert den Zugang zu bestehenden Online-Services der Finanzverwaltung erheblich. Es sorgt dafür, dass auch jene Bürgerinnen und Bürger gut begleitet werden, die Unterstützung bei digitalen Behördenwegen benötigen.
Finanzminister zieht positive Bilanz
Finanzminister Markus Marterbauer zeigt sich erfreut über die rasche Akzeptanz des neuen Angebots. Laut dem Ressortchef wird das Service der sogenannten unentgeltlichen Vertretung sehr gut angenommen. Marterbauer betont, dass damit das Angebot für diejenigen erweitert wurde, die sich bei der digitalen Nutzung lieber Unterstützung durch eine Vertrauensperson holen. Die Finanzverwaltung hat dadurch einen einfachen und sicheren Zugang zu wichtigen Services geschaffen, ohne dass sich die Betroffenen selbst digital auskennen müssen.
Unterstützung im Alltag verankert
Mit der unentgeltlichen Vertretung können sich Personen seit Jänner 2026 bei ausgewählten Steuerangelegenheiten von einer Vertrauensperson unterstützen lassen. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die FinanzOnline nicht selbst nutzen können oder möchten. Gerade für ältere Personen oder Menschen, die im digitalen Alltag Unterstützung brauchen, schafft das System einen sicheren Zugang. Die Vertretung kann von einer volljährigen Vertrauensperson aus dem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis übernommen werden. Über die Plattform lassen sich damit unter anderem Steuererklärungen einbringen, Rückzahlungsanträge stellen oder Kontodaten ändern. Die Lösung ist transparent gestaltet: Es bleibt jederzeit nachvollziehbar, wer für wen tätig wird, und die Vertretung kann jederzeit widerrufen werden.
Kein eigener Online-Ausweis nötig
Ein wesentlicher bürokratischer Vorteil des Modells liegt darin, dass die vertretene Person selbst keine ID Austria oder EU-eID benötigt. Die Vertretung wird ganz unkompliziert über ein Formular bekannt gegeben und anschließend von der Vertrauensperson in FinanzOnline hochgeladen. Nach einer kurzen Prüfung durch das zuständige Finanzamt kann das Service vollumfänglich genutzt werden.
Die unentgeltliche Vertretung in FinanzOnline schließt eine wichtige Lücke bei der Digitalisierung der österreichischen Verwaltung. Durch den Verzicht auf eine verpflichtende ID Austria für die vertretene Person wird echte Barrierefreiheit für ältere und digital weniger affine Menschen geschaffen. Die hohen Nutzerzahlen nach nur drei Monaten belegen, dass der Bedarf an menschlicher Unterstützung im digitalen Staat enorm groß ist.
Quelle „Bundesministerium für Finanzen“
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