In den späten Nachtstunden des Montags ist es im Wiener Stadtteil Landstraße zu einem spektakulären Verkehrsunfall gekommen.
Eine stark alkoholisierte Autofahrerin verursachte kurz vor Mitternacht einen heftigen Crash, überschlug sich mit ihrem Fahrzeug und flüchtete anschließend zu Fuß vom Unfallort. Die Einsatzkräfte der Wiener Berufsfeuerwehr und des Stadtpolizeikommandos Landstraße staunten nicht schlecht, als sie am Einsatzort eintrafen.
Der Unfallhergang
Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenaussagen war die Autofahrerin stadtauswärts auf der Erdberger Lände unterwegs. Es wird vermutet, dass sie beabsichtigte, auf die Autobahn aufzufahren. Im Bereich einer Verkehrsinsel verlor sie jedoch völlig die Kontrolle über ihren Pkw. Das Fahrzeug prallte zuerst mit voller Wucht gegen die Bordsteinkante sowie gegen ein Straßenschild. Durch die Wucht des Aufpralls katapultierte sich der Wagen in die Luft, überschlug sich und kam schließlich mitten auf der Fahrbahn auf dem Dach zu liegen. Eine Geistesgegenwärtige Passantin, die den Vorfall beobachtete, eilte sofort zu Hilfe und befreite die verunglückte Frau aus dem Wrack.
Die Flucht
Statt auf das Eintreffen der Rettungskräfte zu warten oder sich um den entstandenen Schaden zu kümmern, ergriff die Lenkerin direkt nach ihrer Rettung unerwartet die Flucht. Sie ließ das zerstörte Auto einfach auf der Straße zurück. Die alarmierten Polizeibeamten leiteten daraufhin umgehend eine Sofortfahndung im Nahbereich ein. Der Fluchtversuch währte allerdings nicht lange. Nur kurze Zeit später konnten die Polizisten die flüchtige Person unweit der Unfallstelle stoppen und festnehmen.
Die Ermittlungen
Bei der Identitätsfeststellung stellte sich heraus, dass es sich bei der Fahrerin um eine 33-jährige spanische Staatsbürgerin handelt. Im Zuge der ersten Befragungen und Kontrollen vor Ort kamen schnell weitere brisante Details ans Licht. Die Frau war nicht im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung und konnte den Beamten keinen Führerschein vorweisen. Zudem war der Grund für den riskanten Fahrstil schnell gefunden. Ein durchgeführter Alkovortest verlief positiv und zeigte einen Wert von rund 1,6 Promille Atemalkoholkonzentration, was einem relevanten Blutalkoholwert von fast 2 Promille entspricht.
Die Konsequenzen
Aufgrund des schweren Überschlags musste die 33-Jährige vom Wiener Rettungsdienst medizinisch erstversorgt und zur weiteren genauen Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus transportiert werden. Neben den gesundheitlichen Folgen des Unfalls erwarten die Frau nun massive rechtliche Konsequenzen. Die Wiener Polizei hat mehrere Anzeigen erstattet, unter anderem wegen des Verdachts der Fahrerflucht, des Lenkens eines Fahrzeugs ohne gültige Driver-Lizenz sowie des Fahrens unter erheblichem Alkoholeinfluss.
Dieser Vorfall auf der Erdberger Lände zeigt erneut die verheerenden Gefahren von Alkohol am Steuer. Dass bei einem derart schweren Unfall, bei dem sich das Auto auf das Dach drehte, keine unbeteiligten Personen verletzt wurden und die Lenkerin selbst glimpflich davonkam, grenzt an ein Wunder. Das unverantwortliche Verhalten, sich alkoholisiert und ohne Führerschein ans Steuer zu setzen und danach zu flüchten, wird für die Beschuldigte nun spürbare juristische Nachspiele vor den Wiener Behörden haben.
Quelle „heute.at“
AustriaAktuell – Nachrichten, die bewegen.