In der Nacht auf Sonntag kam es in einem renommierten Hotelbetrieb in Aigen im Mühlkreis zu einem dramatischen Zwischenfall. Ein Brand im Technikraum löste kurz vor Mitternacht einen Großalarm aus und zwang hunderte Gäste zur Flucht ins Freie.
Alarmnacht im Bezirk Rohrbach
Punkt 22:27 Uhr schrillten am Samstagabend die Alarmglocken. Die automatische Brandmeldeanlage eines großen Familienhotels im Bezirk Rohrbach schlug an und riss die Urlauber aus der Ruhe. Während die Freiwillige Feuerwehr Aigen im Mühlkreis anrückte, reagierte das Hotelpersonal geistesgegenwärtig und begann umgehend mit der Evakuierung der Räumlichkeiten.
Lokalisierung unter Atemschutz
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Lage zunächst unübersichtlich. Ein Atemschutztrupp drang in das Gebäude vor, um den Brandherd zu suchen. Die Erkundung ergab, dass das Feuer in einem Technikraum ausgebrochen war. Kurioserweise war der Brand beim Eintreffen der Retter bereits weitgehend erloschen – Experten vermuten, dass ein akuter Sauerstoffmangel im versiegelten Raum die Flammen von selbst erstickt hatte.
Verstärkung aus der Nachbarschaft
Trotz des erloschenen Feuers war die Gefahr nicht gebannt. Eine massive Rauchentwicklung machte den Aufenthalt im betroffenen Bereich unmöglich. Zur Unterstützung wurden die Feuerwehren Schlägl und Ulrichsberg nachalarmiert. Gemeinsam räumten die Einsatzkräfte den Technikraum leer und begannen mit großflächigen Belüftungsmaßnahmen, um den giftigen Qualm aus dem Gebäude zu leiten.
Sicherheit im Turnsaal
Über 200 Gäste, darunter viele Familien, mussten das Hotel verlassen. Das Rote Kreuz rückte mit zwei Fahrzeugen und vier Helfern an, um die Evakuierten zu betreuen. Als provisorischer Sammelplatz diente der hoteleigene Turnsaal, wo die Gäste versorgt und über die Lage auf dem Laufenden gehalten wurden. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.
Erfolgreiches Ende des Einsatzes
Nach rund dreieinhalb Stunden intensiver Arbeit konnten die Einsatzleiter der Feuerwehr schließlich Entwarnung geben. Die Messungen ergaben keine gefährliche Schadstoffkonzentration mehr. Gegen zwei Uhr morgens wurden die Gäste sicher zurück in ihre Zimmer begleitet. Die Brandursache wird derzeit noch von Sachverständigen genau untersucht.
Dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen dem Hotelpersonal und den Feuerwehren Aigen, Schlägl und Ulrichsberg konnte eine Katastrophe verhindert werden. Das professionelle Krisenmanagement sorgte dafür, dass alle 200 Gäste wohlbehalten blieben und der Einsatz effizient beendet werden konnte.
Quelle“heute.at“
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