Elisabeth Götze /©Parlamentsdirektion/​PHOTO SIMONIS

Grüne: Kammerumlagen senken statt Millionen-Rücklagen anhäufen

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) steht erneut im Kreuzfeuer der Kritik. Dieses Mal attackieren die Grünen die Kammer für ihre Lohnpolitik und die Verwendung der massiven Rücklagen. Konkret fordern die Grünen eine Senkung der Kammerumlagen, um die österreichischen Unternehmer zu entlasten.

Hohe Gehaltserhöhung für WKO-Mitarbeiter sorgt für Empörung

Die jüngste Gehaltserhöhung für die Mitarbeiter der Wirtschaftskammer in Höhe von 4,2 Prozent hat bei den Grünen für scharfe Kritik gesorgt. Elisabeth Götze, die Wirtschaftssprecherin der Grünen, betont, dass diese Anhebung weit über der Inflationsanpassung liegt und für viele andere Arbeitnehmer in Österreich ein unerreichbarer Traum sei.

„Die Wirtschaftskammer spricht immer gerne vom Sparen – außer bei sich selbst! Das beweist sie heute einmal mehr: Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Berufsgruppen bekommen Mitarbeiter:innen der Wirtschaftskammer mit 4,2 % Gehaltserhöhung weit mehr als eine Anpassung an die Inflation. Davon können viele Arbeitnehmer:innen nur träumen“, kritisiert Götze.

Milliarden-Rücklagen aus Umlagen: „Selbstbedienungsladen“?

Die Kritik der Grünen zielt auch auf die Milliardenrücklagen der WKO ab, die aus den Pflichtbeiträgen der österreichischen Unternehmer stammen. Anstatt diese Mittel zur Entlastung der Unternehmen – etwa durch eine Senkung der Kammerumlagen – einzusetzen, würde die Kammer diese für eigene Zwecke verwenden, so der Vorwurf.

Götze sieht darin einen Widerspruch zur eigentlichen Aufgabe der Kammer: „Die Kammer sollte eine Vertretung und Serviceorganisation der Unternehmen sein – stattdessen wirkt sie eher wie ein Selbstbedienungsladen.“

Zweifel an Pflichtmitgliedschaft wachsen

Die Grünen-Sprecherin hält das Konzept der Pflichtmitgliedschaft zwar grundsätzlich für sinnvoll, sieht jedoch angesichts der aktuellen Vorgehensweise der WKO die Zweifel vieler Unternehmen wachsen. Die Forderung der Grünen bleibt klar: Die WKO soll ihre Rücklagen nutzen, um die Kammerumlagen zu senken und damit die Mitgliedsbetriebe direkt zu entlasten.

Die Grünen, vertreten durch Wirtschaftssprecherin Elisabeth Götze, werfen der WKO vor, sich selbst zu bevorzugen, indem sie hohe Gehaltserhöhungen gewährt, während sie auf Milliarden-Rücklagen sitzt, die den Unternehmen durch zu hohe Kammerumlagen entzogen wurden. Die Forderung nach einer Senkung der Umlagen zur Entlastung der Betriebe wird bekräftigt und die Glaubwürdigkeit der Kammer infrage gestellt.

Quelle „Grüner Klub im Parlament“

Wirtschaftspolitik, die auf Kosten der Mitglieder geht.

Von admin

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