Bürgermeister Ludwig: Stadt unterstützt Frauen mit beruflichen Perspektiven
Wien, die „Stadt der Frauen – und die Stadt der Chancen für Frauen“, setzt ein starkes Zeichen am Arbeitsmarkt. Am Montag lud Bürgermeister Michael Ludwig zu einem Hintergrundgespräch ein, um das neue Projekt der waff Frauenstiftung Wien vorzustellen. Im Fokus stehen Frauen, die maximal einen Pflichtschulabschluss haben und somit einem besonders hohen Risiko der Arbeitslosigkeit ausgesetzt sind. Der Bürgermeister betonte: „Mit dem neuen Projekt der waff Frauenstiftung unterstützen wir mit ganz konkreten Maßnahmen, um Frauen neue berufliche Chancen zu eröffnen. Damit stärken wir als Stadt Wien die Selbstbestimmung und Gleichstellung von Frauen.“
Neue Wege für Frauen ohne Abschluss
Die waff Frauenstiftung ist eine gezielte Maßnahme, die der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) gemeinsam mit dem AMS Wien ins Leben gerufen hat. Sie richtet sich speziell an Wienerinnen ab 25 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung, deren Jobaussichten oft schwierig sind, besonders nach einer Babypause oder berufsbedingten Unterbrechung durch Care-Arbeit.
Ziel ist es, diesen Frauen eine qualifizierte Berufsausbildung zu ermöglichen und ihre Jobchancen nachhaltig zu verbessern. Die Maßnahme startete am 1. August 2025, und Eintritte sind noch bis zum 31. Juli 2026 möglich.
Große Nachfrage und konkrete Unterstützung
Bisher haben bereits 26 Frauen eine Ausbildung über die Stiftung begonnen, weitere 15 Eintritte sind geplant. Insgesamt meldeten sich über 600 Interessentinnen; jene, die die Voraussetzungen nicht erfüllten, wurden in andere waff-Programme vermittelt. Marko Miloradović, Geschäftsführer des waff, unterstrich die breite Unterstützung: „Der waff unterstützt vom Pflichtschulabschluss bis zum universitären und tertiären Bereich mit zahlreichen Angeboten – damit sind wir möglichst nah an der Lebensrealität der Wienerinnen.“
Die Frauenstiftung ist vorerst für 100 Frauen geplant. Unterstützte Teilnehmerinnen, die beim AMS vorgemerkt sind und Arbeitslosengeld beziehen, erhalten:
- Umfassende Berufsorientierung
- Eine kostenlose Ausbildung in Zukunftsbranchen (Klimaschutz/Nachhaltigkeit/Ökologisierung, MINT oder Soziales)
- Das Arbeitslosengeld des AMS Wien
- Monatlich 300 Euro Ausbildungszuschuss vom waff
Die Stadt Wien investiert über den waff rund 1,7 Millionen Euro in dieses Projekt.
Drei Frauen – neue Perspektiven
Beim Hintergrundgespräch berichteten die ersten Teilnehmerinnen von ihren positiven Erfahrungen und dem Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung:
- Danijela Gajic, alleinerziehende Mutter von drei Kindern, die ihren Lehrabschluss in Serbien machte und früher im Handel arbeitete, absolviert nun die Ausbildung zur Medienfachfrau. Sie sieht darin die Chance, „unabhängig und stärker zu sein“.
- Die gebürtige Chinesin Hui Yuan, die nach Österreich zog, um ihrer Tochter eine bessere künstlerische Entwicklung zu ermöglichen, macht seit September die Ausbildung zur Kindergarten- und Hortassistentin. Sie freut sich sehr über diese Möglichkeit.
- Batoul Turkmani aus Syrien, Mutter von drei Kindern, war über den Facebook-Account des waff auf das Programm aufmerksam geworden. Sie ist nun in Ausbildung zur Buchhalterin.
Bürgermeister Ludwig lobte die Teilnehmerinnen als Vorbilder für andere Frauen, sich ebenfalls Unterstützung beim waff zu holen.
Mit der Frauenstiftung Wien etabliert die Stadt ein wichtiges Instrument, um Frauen ohne formalen Abschluss gezielt zu fördern. Durch umfassende Unterstützung und Investitionen in Zukunftsbranchen erhalten sie die notwendige Qualifikation, um ihre berufliche Unabhängigkeit und Gleichstellung am Arbeitsmarkt nachhaltig zu stärken. Das Projekt zeigt den entschlossenen Einsatz Wiens, allen Bürgerinnen und Bürgern echte Chancen zu eröffnen.
Quelle „Stadt Wien“
Wien: Chancen ergreifen, Zukunft gestalten!
