Ein nächtliches Drogenangebot am Johann-Nepomuk-Berger-Platz in Wien-Ottakring eskalierte in den frühen Morgenstunden des 11. Mai 2026 zu einem bewaffneten Raubversuch und einer handfesten Auseinandersetzung.
Gefährliches Angebot
In der Nacht auf Montag, gegen 00:30 Uhr, wurde der belebte Platz im 16. Wiener Gemeindebezirk zum Schauplatz einer kriminellen Eskalation. Ein 24-jähriger syrischer Staatsangehöriger trat an zwei Männer im Alter von 25 und 30 Jahren heran, beides griechische Staatsbürger. Er bot den Passanten offen Suchtgift zum Kauf an. Was zunächst wie ein illegaler Straßendeal begann, schlug jedoch schnell in Aggression um.
Streit um Preis und Drohung
Nachdem die beiden Griechen zunächst auf das Angebot eingegangen waren, entbrannte ein hitziges Wortgefecht über den Preis der Ware. Die Situation verschärfte sich schlagartig, als der 24-Jährige behauptete, eine Schusswaffe bei sich zu tragen. Unter dieser massiven Drohung forderte der mutmaßliche Dealer plötzlich die Herausgabe der Mobiltelefone sowie der Kopfhörer seiner Gegenüber. Aus dem versuchten Verkaufsgespräch war ein brutaler Raubversuch geworden.
Gegenwehr und Festnahme
Die beiden Opfer ließen sich jedoch nicht einschüchtern. Anstatt der Forderung nachzukommen, setzten sich der 25- und der 30-Jährige körperlich zur Wehr. Bei der anschließenden Rauferei wurde der 24-jährige Angreifer verletzt. Rasch eintreffende Beamte der Wiener Polizei konnten die Situation unter Kontrolle bringen und den Tatverdächtigen festnehmen. Bei der Durchsuchung stellten die Polizisten zudem das mitgeführte Suchtgift sicher.
Ermittlungen eingeleitet
Der syrische Staatsangehörige befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Doch auch für die beiden griechischen Staatsbürger hat die Nacht rechtliche Konsequenzen: Sie wurden wegen des Verdachts der Körperverletzung angezeigt, da sie den Angreifer bei der Abwehr verletzt hatten. Die weiteren Erhebungen zu den Hintergründen des Vorfalls führt nun das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle West.
Was als illegaler Suchtgiftkauf begann, endete für alle Beteiligten in einer Anzeige. Der Fall unterstreicht die angespannte Sicherheitslage bei nächtlichen Straßengeschäften und zieht nun umfangreiche strafrechtliche Ermittlungen nach sich.
Quelle“LPD Wien“
Österreich im Fokus, die Wahrheit im Detail – AustriaAktuell.at