Nächtlicher Lärm schreckt Anwohner auf. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die nächtliche Ruhe im zehnten Wiener Gemeindebezirk jäh unterbrochen.
Gegen 02:20 Uhr am 20. Dezember 2025 meldeten Zeugen mehrere Schüsse, die aus dem Fenster eines Wohnhauses im Bereich Favoriten abgegeben wurden. Die Situation sorgte für erhebliche Beunruhigung unter den Anrainern, die sofort die Einsatzkräfte verständigten.
Großeinsatz der WEGA in der Nacht
Aufgrund der unklaren Gefahrenlage rückten Beamte des Stadtpolizeikommandos Favoriten gemeinsam mit der Sondereinheit WEGA zum Einsatzort aus. Die Elitepolizisten umstellten das Gebäude und bereiteten sich auf einen riskanten Zugriff vor. Vor Ort konnte die betroffene Wohnung schnell lokalisiert werden. Zur Überraschung der Beamten verlief der Zugriff jedoch ohne weitere Gewaltanwendung.
Tatverdächtiger zeigt sich kooperativ
Der mutmaßliche Schütze, ein 19-jähriger ungarischer Staatsangehöriger, öffnete den Polizeikräften freiwillig die Wohnungstüre. Bei der anschließenden Durchsuchung der Räumlichkeiten stießen die Polizisten auf die Tatwaffe. Es handelte sich um eine Schreckschusspistole samt der dazugehörigen Munition. Der junge Mann stand zum Zeitpunkt des Vorfalls offensichtlich unter Alkoholeinfluss, was die leichtsinnige Tat und die Missachtung der Sicherheitsregeln erklären dürfte.
Rechtliche Konsequenzen für 19-Jährigen
Die sichergestellte Waffe sowie die Munition wurden von der Polizei konfisziert. Gegen den 19-jährigen Ungarn wurde umgehend ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Neben der Sicherstellung muss sich der junge Mann nun wegen Ordnungsstörung und der Erregung ungebührlichen Lärms verantworten. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.
Der Vorfall in Favoriten zeigt erneut, wie gefährlich der leichtfertige Umgang mit Schreckschusswaffen unter Alkoholeinfluss ist. Dank des raschen und koordinierten Einsatze von Stadtpolizeikommando und WEGA konnte die Situation schnell geklärt werden, ohne dass Unbeteiligte zu Schaden kamen. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack über die nächtliche Unruhe im Bezirk.
Quelle „LPD Wien“
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