Der Jahreswechsel in Wien-Favoriten verlief für zwei langjährige Freundinnen alles andere als friedlich.
Während am Himmel die Raketen stiegen, flogen in einer Wohnung im zehnten Wiener Gemeindebezirk die Fetzen. Ein banaler Streit zwischen einer 50-Jährigen und ihrer 52-jährigen Begleiterin gipfelte in einer physischen Auseinandersetzung, die schließlich einen massiven Polizeieinsatz auslöste.
Bewaffnetes Aufgebot im Gemeindebau
Anwohner und Leserreporter wurden am Mittwochabend auf das Geschehen aufmerksam, als plötzlich mehrere Streifenwagen mit Blaulicht vorfuhren. Statt bunter Lichter sahen Augenzeugen von ihren Balkonen aus schwer bewaffnete Einsatzkräfte, die das Gebäude betraten. Was zunächst nach einer gefährlichen Bedrohungslage aussah, entpuppte sich schnell als ein außer Kontrolle geratener Privatstreit, der die Kapazitäten der Exekutive band.
Verletzungen und Sachschaden
Die Bilanz des Abends ist blutig. Die 50-jährige Frau trug durch die Attacken ihrer Freundin erhebliche Blessuren davon. Neben schmerzhaften Kratzern im Rücken- und Schulterbereich erlitt das Opfer eine Rissquetschwunde direkt am Auge. Im Eifer des Gefechts wurde zudem die Einrichtung der Wohnung beschädigt, was zusätzliche Ermittlungen wegen Sachbeschädigung nach sich zog.
Konsequenzen für die Angreiferin
Die Landespolizeidirektion Wien bestätigte den Vorfall und das rabiate Vorgehen der 52-jährigen Beschuldigten. Die Beamten fackelten nicht lange und sprachen gegen die Frau ein sofortiges Betretungs- und Annäherungsverbot aus. Damit endete die Silvesternacht für die Aggressorin nicht nur mit einer Anzeige, sondern auch mit dem Verweis vom Einsatzort.
Silvester in Favoriten zeigt einmal mehr, dass die Feiertage ein hohes emotionales Konfliktpotenzial bergen. Wenn aus Freundinnen Kontrahentinnen werden und die Fäuste fliegen, muss der Rechtsstaat hart durchgreifen. Für das Opfer bleibt ein traumatischer Jahresstart, für die Täterin ein gerichtliches Nachspiel.
Quelle „heute.at“
AustriaAktuell: Damit Sie wissen, was das Land bewegt.