Eine aktuelle Erhebung sorgt für Aufsehen in der steirischen Politiklandschaft.
Laut einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts IFDD für die „Kronen Zeitung“ baut die FPÖ ihren Vorsprung in der Steiermark massiv aus und kommt aktuell auf 43 Prozent.
Befragt wurden im Zeitraum von 8. bis 13. August insgesamt 800 Personen. Die statistische Schwankungsbreite wird mit plus/minus 3,5 Prozentpunkten angegeben.
Freiheitliche bauen Vorsprung aus
Verglichen mit der Landtagswahl im November 2024, bei der die Freiheitlichen 34,8 Prozent erzielten, legt die Partei um rund acht Prozentpunkte zu. Studienautor Christoph Haselmayer sieht darin eine deutliche Dynamik und hält fest, dass die FPÖ in der Steiermark kaum mehr aufzuhalten sei sowie in Richtung absoluter Mehrheit steuere.
ÖVP und SPÖ gleichauf dahinter
Deutlich hinter der FPÖ rangiert der bisherige Koalitionspartner ÖVP. Die Volkspartei unter Landeshauptmannstellvertreterin Manuela Khom fällt auf rund 19 Prozent ab, nachdem sie bei der Wahl 2024 noch 26,8 Prozent erreicht hatte. Haselmayer führt diesen Rückgang unter anderem auf Gegenwind aus der Bundespolitik zurück.
Ebenfalls bei rund 19 Prozent liegt die SPÖ mit Max Lercher. Die Sozialdemokraten verzeichnen damit einen leichten Verlust gegenüber ihrem Ergebnis von 2024, das bei 21,4 Prozent lag.
Zuwächse für Grüne und KPÖ
Zugewinne verzeichnen hingegen die Grünen mit Klubchefin Sandra Krautwaschl, die aktuell bei rund neun Prozent stehen (2024: 6,2 Prozent). Krautwaschl setzte zuletzt verstärkt auf Themen wie Klimaschutz und Hitzeschutzmaßnahmen.
Die KPÖ verbessert sich von 4,5 Prozent bei der Landtagswahl auf nunmehr rund sechs Prozent. Verlierer der Umfrage sind die NEOS, die mit rund vier Prozent knapp um den Einzug in den Landtag zittern müssten (2024: 6 Prozent).
Direktwahlvotum zeigt klaren Favoriten
In einer fiktiven Direktwahl des Landeshauptmanns sprechen sich 47 Prozent der Befragten für Mario Kunasek aus. ÖVP-Spitzenkandidatin Manuela Khom kommt auf 16 Prozent. Haselmayer übt deutliche Kritik an ihren Werten und bezeichnet diese als katastrophal. Innerhalb der eigenen Anhängerschaft halten 42 Prozent der Befragten Khom für die richtige Person an der Spitze der Landes-ÖVP, während 40 Prozent dies anders sehen.
SPÖ-Chef Max Lercher erreicht bei der Direktfrage rund 20 Prozent und schneidet damit besser ab als seine eigene Partei. Trotz der Unbeliebtheit von Bundesparteivorsitzendem Andreas Babler gelingt es Lercher als Persönlichkeit, über den Werten der Partei zu liegen.
Hohe Zustimmung für Kunasek auf Bundesebene
Die Erhebung fügte zudem eine Abfrage zur Bundespolitik an: 49 Prozent der steirischen Befragten befürworten eine bundesweite Spitzenkandidatur von Mario Kunasek für die FPÖ. Kunasek betonte jedoch wiederholt, dass sein politischer Schwerpunkt weiterhin in der Steiermark liegt.
Die Umfragedaten zeigen eine klare Verschiebung in der steirischen Parteienlandschaft. Während die FPÖ mit 43 Prozent und deutlichem Abstand die Führung übernimmt, geraten die bisherigen Großparteien ÖVP und SPÖ unter Druck. Insbesondere die hohen Werte von Mario Kunasek bei der Direktwahlfrage unterstreichen die starke Position der Freiheitlichen in der Region.
Quelle „heute.at“
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