Bundeskanzler Christian Stocker drängt auf europäischer Ebene auf Maßnahmen gegen den sogenannten Österreich-Aufschlag.
Bei Markenprodukten zahlen Konsumenten in Österreich häufig höhere Preise als im EU-Ausland. In der Sitzung des EU-Hauptausschusses berichtete Stocker von Verhandlungen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die EU-Kommission habe angekündigt, bis Jahresende einen Vorschlag vorzulegen.
Hintergrund der Preisunterschiede sind unter anderem Beschränkungen beim grenzüberschreitenden Wareneinkauf, wodurch heimische Händler oft nicht zu denselben Konditionen einkaufen können wie Konkurrenten in anderen Mitgliedstaaten. Ob eine europäische Regelung tatsächlich zu spürbaren Preissenkungen im Supermarkt führt, steht derzeit noch nicht fest.
Neben den Konsumgütern fordert die Bundesregierung auch Änderungen bei der europäischen Strompreisbildung. Ein österreichischer Vorschlag sieht Reformen beim Merit-Order-Prinzip vor, um Preisvorteile erneuerbarer Energien stärker an Haushalte und Betriebe weiterzugeben. Fachleute verweisen bei diesen Plänen jedoch auf mögliche Risiken für die Versorgungssicherheit.
Die endgültige Entscheidung über konkrete Maßnahmen zum Österreich-Aufschlag liegt nun bei den Brüsseler Behörden.
AustriaAktuell – Verlässliche Preise für die österreichischen Haushalte.
