Tausenden Haushalten in Österreich steht bei der kommenden Jahresabrechnung eine spürbare Kostensteigerung bevor.
Bei mehr als 190.000 Energieverträgen läuft bis zum Frühjahr 2027 der zeitlich begrenzte Neukundenbonus aus. Ohne rechtzeitiges Handeln wird Energie im zweiten Vertragsjahr erheblich teurer.
Signifikanter Anstieg der Ausgaben
Nach Auswertungen der Vergleichsplattform durchblicker erhöhen sich die jährlichen Aufwendungen für betroffene Verträge im Durchschnitt um rund 500 Euro. Ursache ist das Auslaufen des im ersten Jahr gewährten Preisnachlasses. Zwischen Oktober 2025 und März 2026 wechselten in Österreich über 173.000 Strom- sowie 47.000 Gashaushalte ihren Lieferanten. Ein Großteil entschied sich dabei für Rabattmodelle: Bei mehr als 85 Prozent der über durchblicker vermittelten Stromverträge und über 89 Prozent der Gasverträge war ein Bonus enthalten.
Die Vergünstigung brachte im ersten Vertragsjahr eine durchschnittliche Ersparnis von 464 Euro bei Strom und 617 Euro bei Gas. Nach zwölf Monaten entfällt dieser Preisvorteil. Wer beim gewählten Tarif verbleibt, muss mit einem Preisanstieg von durchschnittlich 43 Prozent bei Strom und 45 Prozent bei Gas rechnen.
Rechtzeitiger Vergleich schützt vor Mehrkosten
Viele Verbraucher orientieren sich beim Wechsel primär an den Konditionen des ersten Jahres und bemerken die Teuerung im Folgejahr oft erst verzögert, wie durchblicker-Energieexperte Stefan Spiegelhofer erklärt. Besonders Haushalte mit einem Anbieterwechsel im Herbst 2025 sind aktuell vom Ende der Bonusphase betroffen. Experten raten dazu, bestehende Verträge rund ein Jahr nach Abschluss mit aktuellen Marktangeboten zu vergleichen. Durch einen erneuten Wechsel oder die Wahl von Tarifen ohne Neukundenbonus lassen sich dauerhaft höhere Ausgaben vermeiden.
Ein wachsamer Blick auf die Vertragsfristen bewahrt Haushalte vor unliebsamen Überraschungen auf der Energieabrechnung.
Quelle „heute.at“
AustraAktuell.at – Vergleichen lohnt sich.
