Der Grüne See bei Tragöß-St. Katharein zeigt derzeit ein ungewöhnliches Bild.
Statt des bekannten smaragdgrünen Quellwassers erstreckt sich im Seebecken Ende September nur noch eine weitläufige Schotterfläche. Das steirische Naturjuwel ist aktuell vollständig ausgetrocknet.
Obwohl der Wasserstand des Sees im Laufe des Sommers und Herbstes regelmäßig sinkt, gilt ein komplett leeres Becken zu dieser Jahreszeit als außergewöhnlich. Hubert Zinner, Bürgermeister von Tragöß-St. Katharein, führt den Zustand auf den ausbleibenden Niederschlag zurück.
Bereits im Frühsommer, wenn das Gewässer unter optimalen Bedingungen durch die alpine Schneeschmelze eine Tiefe von bis zu elf Metern erreicht, lag der Pegel dieses Jahr lediglich bei etwa drei Metern. Ausbleibende Niederschläge im Winter beeinträchtigten den natürlichen Wasserzufluss entscheidend.
Da das Gestein der umliegenden Region stark verkarstet ist, versiegt das Wasser ohne regelmäßige Niederschläge rasch, wie Vertreter der Zentral-Wasserversorgung Hochschwab Süd erklären. Die künftige Entwicklung im kommenden Frühjahr hängt somit maßgeblich von den Schneemengen des bevorstehenden Winters und der nachfolgenden Schmelze ab.
Die weitere Entwicklung des Grünen Sees bleibt vorerst von den winterlichen Wetterbedingungen abhängig.
Quelle „heute.at/Kleine Zeitung“
AustriaAktuell – Naturwunder im Wandel der Jahreszeiten.
