Wien. Ein routinemäßiger Polizeieinsatz im 17. Wiener Gemeindebezirk eskalierte am Dienstagabend zu einer dramatischen Verfolgungsjagd mitten durch das Wohnviertel.
Ein 28-jähriger Mann versuchte sich einer drohenden Abschiebung zu entziehen und verletzte dabei zwei Beamte schwer.
Fluchtversuch im Huberpark
Gegen 19:30 Uhr führten Beamte des Stadtpolizeikommandos Ottakring in der Geblergasse eine reguläre Amtshandlung durch. Bei der Identitätsfeststellung des 28-jährigen türkischen Staatsbürgers stießen die Polizisten auf eine aufrechte Ausreiseverpflichtung. Kaum realisierte der Mann seine missliche Lage, ergriff er abrupt die Flucht in Richtung Ottakringer Straße.
Auf dem Weg passierte der Flüchtende den nahegelegenen Huberpark. In einem Versuch, seine Verfolger abzuschütteln, schlug er das Parktor mit voller Wucht hinter sich zu und rannte weiter in Richtung Steinergasse.
Brutaler Widerstand bei Festnahme
Die Flucht währte jedoch nur kurz. Einem geistesgegenwärtigen Polizisten gelang es, den Mann im Bereich der Geblergasse zu umgehen, ihm den Fluchtweg abzuschneiden und ihn zu stoppen. Anstatt sich aufzugeben, schaltete der 28-Jährige sofort auf extreme Aggression um.
Bei dem anschließenden Festnahmeversuch leistete der Mann massiven Widerstand. Er trat und schlug wild um sich, sodass die Einsatzkräfte erhebliche Körperkraft aufwenden mussten, um den Tobenden schließlich zu überwältigen und in Handschellen zu legen.
Dienstunfähigkeit nach Attacke
Die Bilanz des brutalen Fluchtversuchs ist bitter für die Wiener Polizei. Zwei Beamte erlitten bei der Festnahme Verletzungen, die eine Fortsetzung ihres Streifendienstes unmöglich machten. Sie mussten medizinisch versorgt werden. Der festgenommene Staatsbürger befindet sich in Gewahrsam, ihn erwarten nun neben fremdenrechtlichen Konsequenzen auch schwere Strafanzeigen wegen des Widerstands gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung.
Der Vorfall in Hernals zeigt erneut, wie unberechenbar und gefährlich selbst alltägliche Amtshandlungen für die Wiener Exekutive werden können. Wenn aus einer bürokratischen Ausreiseverpflichtung blinde Gewalt wird, sind es die Polizisten im Streifendienst, die ihre Gesundheit an der vordersten Front riskieren.
Quelle „LPD Wien“
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