Gefährlicher Vorfall im Tiroler Unterland. Ein 57-jähriger Autofahrer hat am späten Samstagabend in der Gemeinde Hopfgarten im Brixental für einen dramatischen Polizeieinsatz gesorgt.

Der Österreicher ignorierte die Anhaltezeichen der Exekutive völlig und raste direkt auf die Beamten zu. Nur durch viel Glück und eine blitzschnelle Reaktion wurde bei diesem Vorfall niemand schwer verletzt oder getötet.

Auffällige Fahrweise löst Großfahndung aus

Alles begann um 22:10 Uhr auf der B170 im Bereich Hopfgartner Wald. Zeugen bemerkten ein Fahrzeug, das durch eine äußerst unsichere und auffällige Fahrweise auffiel, und schlugen Alarm. Die Berufs- und Landesleitzentrale beorderte daraufhin sofort eine Funkstreife der Polizeiinspektion Westendorf auf die Bundesstraße in Fahrtrichtung Wörgl.

Polizistin rettet sich durch Hechtsprung

Die dramatischen Szenen spielten sich schließlich im Bereich der Bahnhofstraße 26 in Hopfgarten ab. Als die Besatzung der Polizeiinspektion Westendorf den Wagen für eine Routinekontrolle stoppen wollte, passierte das Unfassbare: Der Lenker beschleunigte und hielt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit direkt auf die Einsatzkräfte zu. Eine Polizistin konnte den drohenden Zusammenstoß nur verhindern, indem sie sich mit einem beherzten Sprung zur Seite rettete.

Großaufgebot zieht den Kreis enger

Nach der Beinahe-Kollision setzte der Mann seine Flucht unbeirrt fort. Es entwickelte sich eine filmreife Verfolgungsjagd. Während die Streifen aus Westendorf und Kirchberg die Verfolgung über die B170 in Richtung Kelchsau und weiter über den Glantersberg aufnahmen, koordinierten die Beamten im Hintergrund den Zugriff. Polizisten der Inspektionen Wörgl und Kufstein bauten schließlich an der Brücke bei der Kreuzung Zillfeldweg in Kelchsau eine strategische Straßensperre auf.

Festnahme und Verweigerung des Alkotests

Die Taktik der Exekutive ging auf. An der Straßensperre war für den Raser Endstation. Er konnte von den Beamten widerstandslos festgenommen werden. Bei dem Zugriff stellten die Polizisten bei dem 57-jährigen Österreicher eine deutliche, augenscheinliche Beeinträchtigung fest. Den gesetzlich vorgeschriebenen Alkomattest verweigerte der rücksichtslose Lenker jedoch beharrlich. Er wurde für die weiteren Amtshandlungen auf die Polizeiinspektion Kitzbühel überstellt.

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, welchem enormen Berufsrisiko Österreichs Polizistinnen und Polizisten täglich im Dienst ausgesetzt sind. Dank des schnellen Handelns der Beamtin und der perfekten Kooperation mehrerer Dienststellen konnte eine potenzielle Tragödie verhindert und ein hochgradig gefährlicher Alkolenker aus dem Verkehr gezogen werden. Dem Beschuldigten drohen nun empfindliche strafrechtliche Konsequenzen sowie der Entzug der Lenkberechtigung.

Quelle „heute.at“

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Von admin

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