BKA/ Christopher Dunker
Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP) schlägt beim Europäischen Forum Alpbach 2026 deutliche Töne in Richtung Brüssel an.

Unter dem Slogan „Make Europe Simple Again“ plädiert die Ministerin für einen spürbaren Bürokratieabbau, schlankere EU-Strukturen und eine pragmatische Ausrichtung der Europäischen Union. Europa müsse rasch einfacher, schneller und wettbewerbsfähiger werden, um im globalen Markt zu bestehen.

Bürokratie abbauen und Binnenmarkt stärken

Im Zentrum der Initiative steht die Reduzierung unnöti-ger Regulierungen und Verwaltungshemmnisse. Bauer fordert, dass sich die EU auf ihre Kernaufgaben konzentriert, die den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen einen echten Mehrwert bringen. In ihrer Kritik an Überregulierung wird die Ministerin deutlich: Die Europäische Union dürfe sich nicht als Moralapostel verstehen oder Ideologie über Pragmatismus stellen. Doppelgleisigkeiten bei Förderungen und behördlichen Ebenen müssen konsequent abgebaut werden, um auch die Verwaltung in den einzelnen Mitgliedstaaten zu entlasten.

Neustart der Beziehungen mit Großbritannien

Neben der Binnenreform setzt Bauer einen klaren Fokus auf die Partnerschaft mit Großbritannien. Sie fordert eine engere Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen wie Handel, Sicherheit, Energie und Innovation. Zudem soll der Austausch für junge Menschen erleichtert werden, etwa beim Studium oder beim Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Auf Einladung der österreichischen Europaministerin nahm der neue britische Europaminister Hamish Falconer am Forum in Alpbach teil – es war seine erste offizielle Reise in einen EU-Mitgliedstaat seit seinem Amtsantritt. Bauer lud Falconer im Rahmen des Treffens zu weiteren Beratungen nach Wien ein, um konkrete Schritte für den bevorstehenden EU-UK-Gipfel vorzubereiten.

Hochrangiges Podium beim Forum Alpbach

Die Diskussionsrunde verdeutlichte die Bedeutung internationaler Kooperationen für die Zukunft der Europäischen Union. Neben Hamish Falconer diskutierten auf dem Podium der irische Staatsminister für europäische Angelegenheiten und aktuelle EU-Ratsvorsitzende Thomas Byrne sowie der polnische Staatssekretär für europäische Angelegenheiten Ignacy Niemczycki über die künftige Ausrichtung Europas.

Der Vorstoß von Europaministerin Claudia Bauer setzt ein klares Zeichen für einen pragmatischen Kurswechsel in der europäischen Politik. Der Erfolg von „Make Europe Simple Again“ wird sich daran messen lassen, wie konsequent die geforderten Deregulierungen und die Partnerschaft mit Großbritannien in konkrete Entscheidungen auf EU-Ebene übersetzt werden.

Quelle „heute.at“

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Von admin

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