Ein nächtlicher Konflikt am Wiener Europaplatz im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus endete am Dienstag in den frühen Morgenstunden mit einem Polizeieinsatz und einer schweren Verletzung.
Alarm durch ÖBB-Sicherheitsdienst
Gegen 00:45 Uhr bemerkten Sicherheitsmitarbeiter der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) im Rahmen ihres Kontrollrundganges zwei Männer, die auf dem Europaplatz in einen heftigen Wortgefecht und anschließende Handgreiflichkeiten verwickelt waren. Die Mitarbeiter reagierten rasch und wählten umgehend den Notruf. Zeugen vor Ort berichteten den alarmierten Einsatzkräften bereits beim Eintreffen, dass während der Auseinandersetzung ein Messer eingesetzt worden sei.
Opfer mit Kopfverletzung im Krankenhaus
Beim Eintreffen der Polizeibeamten lag ein 47-jähriger Mann mit sichtbaren Verletzungen am Boden. Die Berufsrettung Wien übernahm die medizinische Erstversorgung des Mannes. Er wurde mit einer Kopfverletzung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Abgebrochene Klinge am Tatort entdeckt
Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der 47-Jährige von einem 52-jährigen Österreicher attackiert worden war. Der Angreifer soll dabei sowohl mit Faustschlägen als auch mit einem Messer auf das Opfer eingewirkt haben. Direkt neben dem Verletzten entdeckten die Ermittler die abgebrochene Klinge eines Stanleymessers.
Messer im Rucksack sichergestellt
Bei der anschließenden Durchsuchung des anwesenden 52-jährigen Tatverdächtigen wurden die Beamten fündig: In seinem Rucksack führten sie das dazugehörige Stanleymesser mit der fehlenden Klinge mit sich. Das Werkzeug wurde umgehend als Beweismittel sichergestellt. Für den Österreicher klickten noch vor Ort die Handschellen. Er wurde wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung vorläufig festgenommen und befindet sich in polizeilicher Anhaltung. Die Ermittlungen zum genauen Hergang der Auseinandersetzung dauern an.
Der rasche Einsatz der ÖBB-Sicherheitskräfte verhinderte am Europaplatz womöglich Noch Schlimmeres. Durch das schnelle Einschreiten der Polizei konnte der mutmaßliche Täter direkt am Tatort festgenommen und das Tatwerkzeug gesichert werden, während das Opfer versorgt wurde.
Quelle „LPD Wien“
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