Korinna Schumann ©BKA/​Andy Wenzel
Eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Höhere Studien im Auftrag der Arbeiterkammer sorgt für erhebliche Diskussionen im österreichischen Gesundheitswesen.

Den Studienergebnissen zufolge gaben 13,1 Prozent der Befragten an, dass ihnen zur Verkürzung der Wartezeit auf eine Operation der Besuch einer Privatordination empfohlen wurde. Weitere 9,1 Prozent erhielten das Angebot, sich durch eine private Zuzahlung einen schnelleren Behandlungstermin zu sichern. Die Beträge lagen dabei zwischen 200 und 8.600 Euro, wodurch sich die durchschnittliche Wartezeit in öffentlichen Krankenhäusern von zwanzig Wochen auf bis zu siebeneinhalb Wochen verringerte.

Der FPÖ-Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses, Gerhard Kaniak, bezeichnete diese Entwicklungen als deutliches Warnsignal. Er kritisierte die Haltung von SPÖ-Gesundheitsministerin Korinna Schumann und verwies darauf, dass die Studie eine bedenkliche Schieflage im System offenbare. Das grundlegende Problem liege in einem reformunwilligen Gesundheitssystem, das Patientinnen und Patienten lange Wartezeiten aufbürde.

Nach Ansicht des FPÖ-Gesundheitssprechers wird in der Praxis weiterhin vorrangig beim Personal sowie bei den medizinischen Leistungen angesetzt, anstatt administrative Strukturen und die Verwaltung effizienter zu gestalten. Wenn lange Wartezeiten im öffentlichen Spitalsbereich trotz nicht voll ausgelasteter Operationssäle vermieden würden, entfiele auch der Anreiz, schnellere Termine über Privatordinationen zu erlangen.

Quelle „heute.at“

Gerechte Versorgung im Spital statt langer Wartezeiten.

Von admin

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