Ein grausiger Fund versetzte am Montagnachmittag den beschaulichen Friedhof Baumgarten in Wien-Penzing in Schockzustand.
Zwischen den Gräbern stießen Einsatzkräfte auf die Leiche einer 65-jährigen Frau. Was zunächst wie ein tragischer Todesfall wirkte, entpuppte sich binnen kürzester Zeit als ein Kriminalfall, der selbst erfahrene Ermittler fassungslos macht. Das Landeskriminalamt Wien hat die Arbeit aufgenommen, nachdem massive Gewaltanwendung am Opfer festgestellt wurde.
Grausame Details am Tatort
Die ersten Ermittlungen vor Ort ließen keinen Zweifel an einem Fremdverschulden zu. Dem Opfer wurden nach aktuellen Informationen schwerste Verletzungen im Halsbereich zugefügt, vermutlich mit einem Messer. Während die Spurensicherung den Bereich rund um die Fundstelle großräumig abriegelte, verdichteten sich die Hinweise auf ein unfassbares Szenario. Die Wiener Polizei, vertreten durch Sprecher Philipp Haßlinger, bestätigte kurz darauf die Festnahme einer tatverdächtigen Person.
Tatverdächtige erst 14 Jahre alt
Der Schock vertiefte sich, als Details zur Identität der Tatverdächtigen bekannt wurden. Es handelt sich um ein erst 14-jähriges Mädchen. Berichten zufolge soll sich die Jugendliche am Montag selbst der Polizei gestellt haben. Besonders verstörend ist der Verdacht, dass die Tat gefilmt wurde. Die Beamten rückten erst zum Friedhof aus, nachdem ihnen offenbar ein blutiges Video der Tat gezeigt worden war. Die Hintergründe und ein mögliches Motiv für den Angriff auf die 65-Jährige, die nach derzeitigem Stand in keinem Bekanntschaftsverhältnis zur Verdächtigen stand, sind Gegenstand intensiver Vernehmungen.
Ermittlungen in alle Richtungen
Das Großaufgebot der Polizei sicherte bis in die Abendstunden Spuren am Friedhof Baumgarten. Die Ermittler prüfen derzeit verschiedene Szenarien, die von einem eskalierten Raubüberfall bis hin zu einem vorsätzlichen Tötungsdelikt reichen. Die Staatsanwaltschaft Wien ist eingeschaltet und ordnete die Sicherstellung relevanter Beweismittel, insbesondere des Mobiltelefons der Verdächtigen, an. Weitere Details zum Hergang und zur Obduktion des Opfers werden für den heutigen Dienstag erwartet.
Hilfe für Betroffene
Wenn Sie von Gewalt betroffen sind oder Hilfe benötigen, stehen Ihnen folgende Stellen rund um die Uhr zur Verfügung:
- Frauenhelpline: 0800 222 555
- Männernotruf: 0800 246 247
- Rat auf Draht: 147
- Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
- Polizei-Notruf: 133
- Opfer-Notruf: 0800 112 112
Wien steht unter dem Eindruck einer Gewalttat, die aufgrund des jungen Alters der Verdächtigen und der Brutalität des Vorgehens sprachlos macht. Ein Ort der Ruhe wurde zum Schauplatz eines Verbrechens, dessen Aufarbeitung die Justiz und die Gesellschaft noch lange beschäftigen wird.
Quelle „heute.at“
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