In der traditionell brodelnden Kulisse der Jahn-Turnhalle in Ried im Innkreis hat FPÖ-Chef Herbert Kickl am Politischen Aschermittwoch zu einem rhetorischen Vernichtungsfeldzug gegen die aktuelle Regierungsspitze ausgeholt.
Vor tausenden begeisterten Anhängern zeichnete der Bundesparteiobmann das Bild einer „Schicksalswahl“, bei der es nur noch ein Duell gebe: Die Freiheitlichen gegen das restliche „System“.
Frontalangriff auf die „Verlierer-Ampel“
Gleich zu Beginn seiner Rede nahm Kickl die ÖVP ins Visier. Mit süffisantem Unterton spottete er über die Teilnehmerschwund bei der Volkspartei. Während die FPÖ Hallen fülle, könne die ÖVP ihre Events mittlerweile im „Besenkammerl“ abhalten. Besonders Bundeskanzler Karl Nehammer und Verfassungsminister Karoline Edtstadler bekamen ihr Fett weg, doch der Hauptfokus lag auf der generellen Handlungsunfähigkeit der Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS, die er als „Verlierer-Ampel“ titulierte.
Abrechnung mit dem Ende der „Insel der Seligen“
Heftige Kritik übe Kickl an Regierungsvertretern wie Stocker, die das Ende der „guten alten Zeit“ proklamiert hatten. Dies bezeichnete der FPÖ-Chef als „riesen Schwachsinn“. Er erinnerte an ein Österreich, in dem man mit dem eigenen Verdienst auskam, „Herr im eigenen Haus“ war und keine Angst vor Islamismus oder Massenvergewaltigungen haben musste. Sein Ziel sei es, diese Geborgenheit durch einen radikalen Kurswechsel zurückzuholen.
Spott für „Buddha-Kanzler“ und TV-Quoten
Die Regierungsarbeit kanzelte Kickl als totales Versagen ab. Den Kanzler verglich er spöttisch mit einem medtierenden Buddha in oranger Kutte, dessen Reden zur Zukunft der Nation so unbeliebt seien, dass die Menschen erst beim Wetterbericht wieder einschalteten. Auch die Teuerungsmaßnahmen der Regierung seien ein „billiger Witz“. Man müsse hunderte Eier kaufen, um sich mickrige fünf Euro zu sparen – eine Politik, die am Bürger komplett vorbeigehe.
Der „Phönix-Plan“ und die Dritte Republik
Als Gegenentwurf präsentierte Kickl seinen „Phönix-Plan“. Dieser sieht einen systemischen Umbau Österreichs vor. Kernpunkte sind ein sofortiger Steuerstopp, das Ende des „Green Deal“ und eine strikte, verfassungsrechtlich verankerte Neutralität. Zudem forderte er einen „eisernen Besen“ für die Bürokratie und die Abschaffung der ORF-Haushaltsabgabe sowie das Ende von „Milliardengeschenken“ an die Ukraine.
„Airbert One“: Radikale Ansage zur Remigration
Besonders emotional wurde es beim Thema Asyl. Kickl kritisierte, dass Gastpatienten aus Afghanistan oder Syrien Millionen an Krankenhausbehandlungen erhielten, während Österreicher auf OPs warten. Sein Lösungsansatz: Ein totaler Asylstopp und konsequente Remigration. Für diejenigen, die unsere Werte verachten, werde man keine „Air Force One“, sondern eine „Airbert One“ brauchen, um sie konsequent auszufliegen.
Herbert Kickl hat in Ried den Wahlkampfmodus endgültig auf die höchste Stufe gestellt. Mit der Ausrufung eines Zweikampfs zwischen der FPÖ und einer „Einheitspartei“ aus allen anderen Fraktionen setzt er auf maximale Polarisierung. Sein „Phönix-Plan“ ist mehr als ein Programm – es ist die Kampfansage für einen kompletten Systemwechsel unter einem „Volkskanzler“.
Quelle „heute.at“
FPÖ: Mut zur Heimat.