In der Bundeshauptstadt schlagen Experten Alarm. Die Drogenberatungsstelle checkit! warnt eindringlich vor gefälschten Ecstasy-Tabletten, die anstelle der gewohnten Substanz den hochgiftigen Wirkstoff Paramethoxymethamphetamin, kurz PMMA, enthalten.
Risikofaktor PMMA
Bei Paramethoxymethamphetamin handelt es sich um eine chemische Verbindung, die dem klassischen Ecstasy-Wirkstoff zwar ähnelt, jedoch bereits in extrem geringer Dosierung schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Die betroffenen Tabletten weisen eine grau-lila-rote Färbung auf und sind mit einem eingeprägten Red-Bull-Logo versehen. Die Pillen wurden Ende Juli im Wiener Stadtgebiet erworben.
Gefährliche Überhitzung
Der Konsum dieser Präparate birgt erhebliche gesundheitliche Risiken. Neben einem drastischen Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur können massive Herz-Kreislauf-Probleme sowie schmerzhafte Muskelkrämpfe auftreten. Insbesondere bei hohen Sommertemperaturen erhöht sich die Gefahr einer tödlichen Überhitzung des Organismus um ein Vielfaches.
Trügerische Verzögerung
Eine besondere Gefahr geht von der Wirkungsweise der Substanz aus. Da der Effekt von PMMA deutlich später einsetzt als bei gewöhnlichem Ecstasy, verleitet dies Konsumenten häufig dazu, weitere Tabletten nachzudosieren. Diese Fehleinschätzung führt rasch zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung.
Schnelle Hilfe im Notfall
Vom Verzehr der beschriebenen Tabletten wird dringend abgeraten. Sollten nach einer Einnahme gesundheitliche Beschwerden auftreten, muss umgehend der Notruf der Rettung unter der Rufnummer 144 verständigt werden.
Die aktuellen Funde von PMMA-haltigen Fake-Drogen in Wien stellen eine ernstzunehmende Gefahr für Leib und Leben dar. Das unterschätzte Risiko verzögerter Wirkungseffekte in Kombination mit sommerlichen Temperaturen macht diese Präparate unberechenbar. Höchste Vorsicht und die Aufklärung im Umfeld sind derzeit geboten.
Quelle „heute.at“
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