Die geopolitische Lage in Lateinamerika ist am Samstagmorgen eskaliert. Mit einer großangelegten Militäroperation haben die USA strategische Ziele in Venezuela angegriffen.
Während US-Präsident Donald Trump den Einsatz als Erfolg feiert, regt sich in der österreichischen Innenpolitik massiver Widerstand. Vizekanzler Andreas Babler und Grünen-Chefin Leonore Gewessler finden deutliche Worte der Kritik.
US-Militärschlag gegen Venezuela
Am frühen Samstagmorgen erschütterten schwere Explosionen und Schusswechsel die venezolanische Hauptstadt. Berichte von Journalisten und Anwohnern zeichnen das Bild einer massiven militärischen Intervention durch die Vereinigten Staaten. Ziel der Operation war offenbar die Entmachtung der Führungsriege des Landes.
Festnahme von Nicolás Maduro
Im Zuge des Vorstoßes wurde der sozialistische Staatschef Nicolás Maduro zusammen mit seiner Ehefrau festgenommen. Beide wurden laut US-Angaben bereits außer Landes gebracht. US-Präsident Donald Trump zeigte sich in einem Telefonat mit den New York Times äußerst zufrieden und bezeichnete das Vorgehen als brillante Operation. Er lobte die Planung sowie die beteiligten Einheiten und kündigte für 17 Uhr MEZ eine detaillierte Pressekonferenz in Mar-a-Lago an.
Vizekanzler Babler verurteilt Angriff
Die Reaktion aus Wien ließ nicht lange auf sich warten. Vizekanzler Andreas Babler verurteilte den bewaffneten Angriff scharf und verwies auf das Gewaltverbot der UNO-Charta. Laut Babler bewege sich die Welt geopolitisch im Rückwärtsgang, während sich bewährte internationale Strukturen auflösten. Er forderte Europa dazu auf, ein Gegenmodell zu entwickeln, das dem Recht des Stärkeren eine klare Absage erteilt.
Ich verurteile den bewaffneten Angriff der USA auf Venezuela. Dieser Angriff stellt eine schwere Verletzung des Gewaltverbots der UNO-Charta dar. Es ist eine Frage unserer Glaubwürdigkeit, dies auch klar zu benennen. Wir müssen die Flagge der internationalen Rechtsstaatlichkeit…
— Andi Babler (@AndiBabler) January 3, 2026
Gewessler kritisiert Trumps Strategie
Auch die grüne Bundessprecherin Leonore Gewessler fand drastische Worte für das Vorgehen des US-Präsidenten. Sie warf Trump Doppelmoral vor, da er sich einerseits als Friedensstifter inszeniere, nun aber Bomben auf ein souveränes Land werfen lasse. Dieser Bruch des Völkerrechts müsse laut Gewessler Konsequenzen nach sich ziehen. Sie betonte, dass der europäische Auftrag nun mehr denn je in Zusammenhalt und Stärke liege.
Reisewarnung für Venezuela
Das österreichische Außenministerium reagierte unmittelbar auf die instabile Lage und gab eine Reisewarnung für das gesamte Staatsgebiet von Venezuela aus. Da im Land der Ausnahmezustand herrscht und Grenzschließungen zu Kolumbien und Brasilien jederzeit möglich sind, wird von nicht notwendigen Reisen dringend abgeraten. Die Sicherheitslage bleibt laut Ministerium unberechenbar.
Der US-Militärschlag in Venezuela markiert eine Zäsur in den internationalen Beziehungen. Während die USA die Festnahme Maduros als Befreiungsschlag werten, sieht die österreichische Regierungsspitze darin einen gefährlichen Präzedenzfall und einen Verstoß gegen globales Recht. Die kommenden Stunden werden zeigen, wie die internationale Gemeinschaft auf diesen massiven Eingriff reagiert.
Quelle „heute.at“
Österreich blickt kritisch auf die neue Weltordnung.