Ein technischer Defekt an einer Zuggarnitur löste am Samstagmorgen in Wien-Landstraße einen größeren Einsatz von Rettungskräften aus. Zahlreiche Passagiere mussten evakuiert werden.
Stillstand vor dem Einkaufszentrum
Der Samstagmorgen begann für Pendler und Reisende in Wien-Mitte mit einer unangenehmen Überraschung. Unmittelbar vor dem stark frequentierten Einkaufszentrum „The Mall“ kam ein Zug der ÖBB aufgrund eines technischen Gebrechens zum Stillstand. Die Garnitur blieb nur wenige Meter vor dem Bahnsteig auf offener Strecke liegen, was eine sofortige Kettenreaktion der Einsatzkräfte erforderte.
Rettung über die Gleise
Gegen 08:30 Uhr ging der Alarm bei der Wiener Berufsfeuerwehr ein. Da der Zug aus eigener Kraft nicht mehr in die Station einfahren konnte und eine Weiterfahrt unmöglich war, entschieden sich die Verantwortlichen für eine kontrollierte Räumung. Unter der Leitung der Berufsfeuerwehr Wien wurden die Passagiere sicher aus den Waggons geleitet. In enger Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei und der Berufsrettung Wien wurden die Betroffenen über den Gleisbereich direkt in das Bahnhofsgebäude geführt.
Sicherheit im Fokus
Während der Evakuierung sicherten Beamte der Landespolizeidirektion Wien den Bereich großräumig ab, um Schaulustige fernzuhalten und den Rettungskräften ein ungehindertes Arbeiten zu ermöglichen. Die Wiener Berufsrettung stand mit mehreren Teams bereit, um die Passagiere medizinisch zu sichten, glücklicherweise gab es nach aktuellem Stand keine Verletzten zu beklagen.
Auswirkungen auf den Verkehr
Der Vorfall blieb nicht ohne Folgen für den öffentlichen Nahverkehr. Die ÖBB meldeten im betroffenen Abschnitt kurzzeitige Verzögerungen im S-Bahn- und Regionalverkehr. Auch die Wiener Linien waren indirekt betroffen, so kam es bei der Buslinie 7A zeitweise zu unregelmäßigen Intervallen. Erst gegen 08:50 Uhr konnte der schadhafte Zug bewegt und die Strecke für den regulären Betrieb wieder freigegeben werden.
Dank des raschen und koordinierten Eingreifens von Feuerwehr, Rettung und Polizei konnte die missliche Lage der Passagiere in weniger als dreißig Minuten gelöst werden. Auch wenn der Schreck bei den Reisenden tief saß, funktionierte die Rettungskette in Wien-Mitte reibungslos und verhinderte ein größeres Verkehrschaos am Vormittag.
Quelle „heute.at“
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