Die Preise in Österreich ziehen im März drastisch an. Laut der aktuellen Schnellschätzung kletterte die Teuerungsrate auf beachtliche 3,1 Prozent.

Das bedeutet einen massiven Sprung nach oben, denn noch im Februar lag die Inflationsrate bei spürbar geringeren 2,2 Prozent. Für viele Haushalte im Land spitzt sich die finanzielle Lage damit weiter zu, die täglichen Einkäufe und das Leben werden spürbar teurer.

Belakowitsch wütet gegen „Dilettanten“

Die freiheitliche Sozialsprecherin und Klubobmann-Stellvertreterin Dagmar Belakowitsch nimmt angesichts dieser Zahlen kein Blatt vor den Mund. Sie sieht die alleinige Schuld für die Teuerungswelle bei der aktuellen Regierungsmannschaft. In einer ersten Reaktion sprach die FPÖ-Politikerin von einem regelrechten Inflationsschock für die österreichische Bevölkerung.

Laut Belakowitsch sei dieses Ergebnis die logische Konsequenz einer vollkommen verfehlten Wirtschaftspolitik. Die gesetzte Mietpreisbremse bezeichnete sie als kompletten Flop, während die Spritpreisbremse aus ihrer Sicht eine reine Farce darstelle. Besonders scharfe Kritik übte sie an der geplanten Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel, die erst im Juli in Kraft treten soll. Das sei für die hart arbeitenden Menschen im Land schlichtweg eine Verhöhnung.

FPÖ weist Ausreden der Koalition zurück

Die freiheitliche Mandatarin betonte zwar, dass globale Krisen und Konflikte existieren, auf die Österreich keinen direkten Einfluss habe. Dennoch lässt sie die Argumente der Regierungsbank nicht gelten. Es sei ein erbärmlicher Versuch einer gescheiterten Regierung, nun nach Ausreden zu suchen und die Schuld wahlweise auf den Nahen Osten, auf Donald Trump oder Wladimir Putin zu schieben. Dass Kritiker diese Akteure dann auch noch als Freunde der FPÖ hinstellen, bezeichnete sie als absurde Erzählung.

Schlagabtausch zwischen FPÖ und SPÖ

Zündstoff bietet die Debatte auch im Verhältnis zur SPÖ. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim hatte zuvor behauptet, dass die Sozialdemokraten die Teuerung bereits gedämpft hätten. Für Belakowitsch ist diese Aussage ein schlechter Witz. Wäre die Situation nicht so traurig, müsste man darüber lauthals lachen, so die freiheitliche Klubvize.

Klaus Seltenheim konterte die Angriffe umgehend und warf der FPÖ vor, den Menschen bewusst Sand in die Augen zu streuen. Er sieht die Freiheitlichen weiterhin in einer fragwürdigen Nähe zu Donald Trump und Wladimir Putin. Laut dem SPÖ-Bundesgeschäftsführer heize Trump durch seine Politik die Weltwirtschaft auf und treibe die Inflation global an. Während Herbert Kickl und Dagmar Belakowitsch an den Rockzipfeln dieser Akteure hängen würden, sorge die SPÖ laut eigenen Angaben für Ordnung in den Märkten.

Der unerwartet steile Inflationsanstieg im März auf 3,1 Prozent bringt die politische Gerüchteküche in Österreich zum Kochen. Während die Opposition in den Daten den endgültigen Beweis für das Versagen der Regierung sieht, schieben sich FPÖ und SPÖ gegenseitig die Schuld und die Nähe zu internationalen Krisenherden zu. Die Leidtragenden dieses harten politischen Schlagabtauschs bleiben die österreichischen Konsumenten, die an der Supermarktkasse jeden Cent zweimal umdrehen müssen.

Quelle „heute.at“

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Von admin

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