In den frühen Morgenstunden des 13. Februar 2026 kam es auf der Wiener Schnellstraße S2 zu einem gefährlichen Zwischenfall mit einem Reisebus.
Gegen 05:00 Uhr verlor ein 50-jähriger österreichischer Staatsbürger am Steuer die Kontrolle über das schwere Fahrzeug. Der Grund für den Kontrollverlust war laut ersten Angaben des Lenkers ein folgenschwerer Sekundenschlaf.
Riskantes Manöver auf der Böschung
Der Bus geriet durch die kurze Unaufmerksamkeit über den Pannenstreifen hinaus auf den angrenzenden Grünstreifen. In weiterer Folge rutschte das Fahrzeug auf die dortige Böschung und geriet in eine bedrohliche Schieflage. Dem 50-Jährigen gelang es jedoch geistesgegenwärtig, den Bus wieder zu stabilisieren und zurück auf die Fahrbahn zu lenken. Dort konnte er das beschädigte Fahrzeug zum Stillstand bringen und die Einsatzkräfte der Landesverkehrsabteilung Wien sowie den Notruf verständigen.
Drei Leichtverletzte bei Rettungseinsatz
Trotz der erfolgreichen Stabilisierung des Busses blieben die abrupten Fahrbewegungen und die starke Neigung nicht ohne Folgen für die Passagiere. Drei Insassen erlitten leichte Verletzungen. Besonders betroffen war eine 29-jährige Frau, die vor Ort von einem Rettungsdienst notfallmedizinisch versorgt werden musste. Ein Krankenhausaufenthalt blieb ihr jedoch erspart, sie konnte nach der Erstbehandlung in häusliche Pflege entlassen werden.
Hoher Sachschaden am Reisebus
Am Fahrzeug selbst hinterließ der Ausritt in die Böschung deutliche Spuren. Es entstand erheblicher Sachschaden, wobei unter anderem die vordere Außenschwenktür des Busses komplett abgerissen wurde. Eine Weiterfahrt war unter diesen Umständen ohnehin unmöglich.
Konsequenzen für den Lenker
Für den 50-jährigen Chauffeur hat der Vorfall weitreichende rechtliche Folgen. Aufgrund des extremen Ermüdungszustandes untersagten die Beamten die Weiterfahrt und nahmen den Führerschein vorläufig ab. Der Mann wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung sowie zahlreicher Verstöße gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen angezeigt. Das Wiener Verkehrsunfallkommando führt derzeit die weiteren detaillierten Ermittlungen zum Unfallhergang.
Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie gefährlich Übermüdung im Straßenverkehr sein kann. Dank der schnellen Reaktion des Fahrers konnte eine Katastrophe mit dem Umkippen des Busses knapp verhindert werden, dennoch bleiben drei verletzte Personen und ein hoher Sachschaden als bittere Bilanz dieses frühen Morgens.
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