Ein Vorfall im zehnten Wiener Gemeindebezirk sorgt für Aufsehen.

Am späten Samstagabend, dem 1. August 2026, wurde ein junges Mädchen im Innenhof einer Wohnhausanlage in der Gudrunstraße durch ein Projektil am Arm verletzt.

Schuss aus dem Wohnungsfenster

Gegen 21:30 Uhr hielt sich die 15-Jährige zusammen mit ihren Freundinnen im freien Bereich der Anlage auf, als sie plötzlich von einem Geschoss getroffen wurde und eine blutende Wunde erlitt. Durch rasche Erhebungen der Polizei Wien sowie dank entscheidender Zeugenaussagen konnte die Wohnung lokalisiert werden, aus der der Schuss abgegeben worden sein dürfte.

Unkooperative Jugendliche und Waffenfund

Vor Ort trafen die eingesetzten Polizeibeamten auf einen 15-Jährigen und einen 17-Jährigen. Zu Beginn der Amtshandlung zeigten sich die beiden Verdächtigen unkooperativ. Erst nach einer eingehenden Befragung gestand der 15-Jährige, mit einem Luftdruckgewehr auf das Mädchen gezielt und geschossen zu haben. Ein Motiv für die Tat nannte er bislang nicht.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten neben der mutmaßlichen Tatwaffe ein beachtliches Waffenarsenal sicher, darunter mehrere Kampfmesser, Schlagstöcke und ein Würgedraht. Die beiden Jugendlichen, deren Staatsangehörigkeit derzeit noch ungeklärt ist, wurden vorläufig festgenommen.

Notoperation im Krankenhaus

Die verletzte 15-Jährige erhielt noch an der Einsatzstelle eine notfallmedizinische Erstversorgung durch die Berufsrettung Wien. Im Anschluss wurde sie umgehend in ein Krankenhaus transportiert. Dort mussten die Ärzte das Mädchen operieren, um ein sogenanntes Diabolo-Eisengeschoss aus der Wunde zu entfernen. Das Projektil wurde von der Polizei als Beweismittel sichergestellt.

Der Vorfall in der Gudrunstraße zeigt auf erschreckende Weise, welche Gefahren von leichtfertig genutzten Luftdruckwaffen ausgehen können. Dank des schnellen Einschreitens der Wiener Polizei und aufmerksamer Zeugen konnten die Tatverdächtigen rasch ermittelt und weitere gefährliche Waffen aus dem Verkehr gezogen werden. Die Ermittlungen zum genauen Hintergrunde der Tat dauern an.

Quelle „LPD Wien“

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Von admin

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