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Ein blutiger Ehestreit in den Morgenstunden beschäftigt derzeit die Wiener Kriminalpolizei.

Ein 79-jähriger Mann flüchtete schwer verletzt zu einer Polizeidienststelle, nachdem seine eigene Ehefrau im gemeinsamen Bett plötzlich zur Waffe gegriffen haben soll.

Flucht im Pyjama

Es waren dramatische Szenen, die sich am Mittwochvormittag direkt vor der Polizeiinspektion Kaiser-Ebersdorfer-Straße in Wien-Simmering abspielten. Gegen 10:15 Uhr stand plötzlich ein 79-jähriger Mann mit freiem Oberkörper und sichtlich unter Schock vor den Beamten. Er wies mehrere blutende Schnittverletzungen an beiden Armen auf. Der verletzte Senior schilderte den Polizisten Unglaubliches: Seine 60-jährige Ehefrau habe ihn kurz zuvor völlig unvermittelt im Schlaf mit einer Schere attackiert. Während des Angriffs soll sie zudem heftige Todesdrohungen gegen ihn ausgestoßen haben. Dem Mann gelang im letzten Moment die Flucht aus den eigenen vier Wänden.

Festnahme im Wohnhaus

Die Exekutive reagierte sofort. Während die Berufsrettung Wien alarmiert wurde, um die medizinische Erstversorgung des Seniors zu übernehmen, machten sich mehrere Streifenwagen auf den Weg zur nahegelegenen Wohnung des Ehepaares. Dort trafen die Polizisten auf die mutmaßliche Angreiferin. Die 60-Jährige ließ sich widerstandslos vorläufig festnehmen. Um das Opfer vor weiteren Übergriffen zu schützen, sprachen die Beamten umgehend ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegen die Frau aus.

Motiv im Alkoholnebel

Die Hintergründe der Tat liegen noch weitgehend im Dunkeln, was vor allem an der mangelnden Kooperation der Verdächtigen liegt. Bei der anschließenden Vernehmung verweigerte die 60-Jährige strikt die Aussage zu den Vorwürfen. Ein durchgeführter Alkotest brachte jedoch ein mögliches Puzzleteil des Motivs ans Licht: Die Frau war zum Tatzeitpunkt massiv alkoholisiert, der Messwert ergab rund zwei Promille. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde die Beschuldigte in eine Justizanstalt eingeliefert, wo sie sich weiterhin in Haft befindet. Der verletzte Ehemann wurde nach der notfallmedizinischen Versorgung durch die Wiener Rettungskräfte in ein Spital gebracht

Der Fall aus Simmering zeigt einmal mehr, wie unberechenbar familiäre Konflikte eskalieren können, insbesondere wenn übermäßiger Alkoholkonsum im Spiel ist. Dank des raschen Einschreitens der Simmeringer Polizei konnte die Situation schnell unter Kontrolle gebracht und die Verdächtige aus dem Verkehr gezogen werden. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes zum genauen Tathergang laufen auf Hochtouren.

Für Betroffene von häuslicher Gewalt gilt: Die Wiener Polizei duldet keine Gewalt und ist über den Notruf 133 jederzeit erreichbar. Unterstützung bieten zudem die Wiener Interventionsstelle (01/585 32 88), die Männerberatungsstelle (01/603 28 28) sowie die Hotline der Kriminalprävention (0800/216346).

Quelle „LPD Wien“

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Von admin

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