Ein seltenes astronomisches Spektakel versetzt Wissenschaftler in Aufregung. Am Dienstag, den 17. Februar, schiebt sich der Mond vor die Sonne und erzeugt einen sogenannten Feuerkranz.

Während Astronomie-Fans weltweit auf Bilder hoffen, findet das Hauptereignis in einer der isoliertesten Regionen unseres Planeten statt.

Die Geometrie des Lichtrings

Bei dieser ringförmigen Sonnenfinsternis befindet sich der Neumond in einer erdfernen Position. Dadurch erscheint seine Scheibe am Himmel etwas kleiner als die der Sonne. Er deckt das Zentrum des Gestirns ab, lässt jedoch den äußeren Rand strahlen. Das Ergebnis ist ein leuchtender Ring, der oft als Ring of Fire bezeichnet wird. Da der Mond die Sonne nicht vollständig schluckt, bleibt es am Boden heller als bei einer totalen Finsternis.

Exklusives Schauspiel für Forscher

Die Zone der maximalen Verfinsterung zieht sich fast ausschließlich über die unwirtliche Antarktis. Nur zwei bewohnte Orte liegen im Pfad der Ringförmigkeit: die französisch-italienische Forschungsstation Concordia sowie die russische Station Mirnyy. Die Herausforderung ist jedoch das Timing. Da der antarktische Sommer endet, wurde das Personal vielerorts bereits reduziert. Ob unter diesen extremen Bedingungen hochauflösende Aufnahmen gelingen, bleibt ungewiss.

Partielle Sichtbarkeit im Süden

Wer nicht in der Antarktis weilt, hat im südlichen Afrika eine kleine Chance auf eine Beobachtung. In Ländern wie Südafrika wird die Sonne zu etwa 15 Prozent vom Mond angeknabbert. Auf Madagaskar erreicht die Abdeckung sogar bis zu 28 Prozent. Für Beobachter in diesen Regionen wirkt die Sonne wie eine angebissene Scheibe, sofern das Wetter mitspielt. Der Großteil des Schattens verliert sich jedoch über den weiten Wassermassen des Indischen Ozeans.

Schutzmaßnahmen sind unerlässlich

Trotz der geringeren Lichtintensität im Vergleich zum normalen Tageslicht ist der Blick in den Feuerkranz gefährlich. Herkömmliche Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz gegen die infrarote und ultraviolette Strahlung. Experten raten dringend zur Verwendung zertifizierter Sonnenfinsternisbrillen. Wer Teleskope oder Ferngläser nutzt, muss die Filter zwingend vor der Objektivöffnung anbringen, um eine irreparable Schädigung der Netzhaut zu vermeiden.

Ausblick auf das Jahr 2026

Für Beobachter in Österreich und Mitteleuropa bleibt dieses Ereignis unsichtbar. Doch das Warten hat bald ein Ende. Im August 2026 steht die erste totale Sonnenfinsternis auf europäischem Boden seit 1999 an. Während die Totalitätszone durch Island und Spanien verläuft, wird in Österreich eine signifikante partielle Verfinsterung zu sehen sein, die das Tageslicht spürbar dämpfen wird.

Die ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar bleibt ein exklusives Phänomen für die Antarktis und den Indischen Ozean. Auch wenn kaum Menschen den Feuerkranz live erleben werden, markiert er den Auftakt für ein spannendes Astronomiejahr, das im August 2026 auch in Europa für Begeisterung sorgen wird.

Quelle“heute.at“

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Von admin

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