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Paukenschlag am österreichischen Energiemarkt: Der teilstaatliche Stromriese Verbund macht Ernst und schraubt die Preise für Haushaltskunden kräftig nach unten. Ab dem 1. März tritt eine völlig neue Tarifstruktur in Kraft, die das Ende der massiven Teuerungen einläuten soll.
Neue Tarifstruktur ab März

Nach den turbulenten Entwicklungen der letzten Jahre setzt der Verbund nun auf Entlastung. Der reguläre Preis pro Kilowattstunde wird auf 12,50 Cent netto festgelegt. Der Clou für die Kunden liegt jedoch im Detail: Im ersten Vertragsjahr gewährt das Unternehmen einen Rabatt von 3 Cent. Damit rutscht der Preis auf 9,50 Cent vor Steuern. Zum Vergleich: Zuletzt lag der Arbeitspreis bei 15,70 Cent, wobei Neukunden durch Gratis-Monate rechnerisch auf 9,16 Cent kamen.

Preisgarantie bringt Sicherheit

Der neue Tarif ist nicht nur eine kurzfristige Aktion. Verbund-Chef Michael Strugl löst damit sein Versprechen eines „Österreich-Tarifs“ ein. Inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer von 20 Prozent zahlen Kunden im ersten Jahr 11,40 Cent pro kWh. Besonders attraktiv ist die damit verbundene Preisgarantie: Wer jetzt umsteigt oder neu abschließt, ist für volle 12 Monate vor weiteren Preisschwankungen geschützt.

Wechselmöglichkeit für Bestandskunden

Gute Nachrichten gibt es auch für jene, die bereits beim Verbund unter Vertrag stehen. Pressesprecherin Ingun Metelko stellte klar, dass auch Bestandskunden in das neue Modell wechseln können. Sie profitieren ebenfalls von dem 3-Cent-Rabatt für das kommende Jahr. Kunden, die noch in der Bindung der bisherigen „5 Monate Gratisstrom“-Aktion stecken, können nach Ablauf ihrer 12-monatigen Mindestvertragslaufzeit in die günstigere Struktur umsteigen.

Politische Zustimmung für Preisschritt

Die Ankündigung sorgt auch in der Politik für positive Resonanz. ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker bezeichnete die Senkung auf unter 10 Cent netto als großen Schritt für die heimischen Haushalte. Die Bundesregierung sieht darin ein wichtiges Signal zur Dämpfung der Inflation und zur Sicherung der Leistbarkeit von Energie in Österreich.

Sparpotenzial beim reinen Energiepreis

Wichtig für Verbraucher bleibt die Zusammensetzung der Rechnung. Der reine Netto-Strompreis, den der Verbund nun senkt, macht etwa ein Drittel der Gesamtkosten aus. Dies ist der einzige Teil der Rechnung, den Kunden durch die Wahl ihres Anbieters aktiv beeinflussen können. Die restlichen zwei Drittel bestehen aus Netzkosten sowie Steuern und Abgaben, die fix vorgegeben und vom jeweiligen Wohnort abhängig sind.

Der Verbund setzt mit der Senkung auf 9,50 Cent netto ein deutliches Zeichen am Markt und orientiert sich an den günstigsten Diskont-Anbietern. Durch die 12-monatige Preisgarantie und die Einbeziehung der Bestandskunden bietet der Konzern sowohl Stabilität als auch echte Ersparnis. Es lohnt sich nun für alle Haushalte, die aktuelle Abrechnung zu prüfen und gegebenenfalls den Tarifwechsel aktiv anzustoßen.

Quelle „heute.at“

Österreich unter Strom: Mehr Energie für weniger Geld.

Von admin

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