US-Präsident Donald Trump hat sich vor Reportern im Weißen Haus offen für einen Machtwechsel an der Spitze der Ukraine ausgesprochen.
Der Unmut des US-Präsidenten richtet sich gegen den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj, da dieser laut Trump eine Beendigung des Konflikts bislang verhindert habe.
Spannungen wegen Treibstoff-Abkommen
Hintergrund der Aussagen ist ein Diesel-Geschäft der USA mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Trump hatte Selenskyj zuvor aufgefordert, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Der ukrainische Präsident betonte im Gegenzug, dass Kiew diese Attacken stoppen werde, sobald Moskau die Bombardierung ukrainischer Energieanlagen beende. Nach erneuter Kritik von Selenskyj an dem Abkommen reagierte der US-Präsident verärgert. Er schlug vor, dass die Ukraine einen neuen Führungskopf benötige, der in der Lage sei, Vereinbarungen zu treffen. Selenskyj hätte den Krieg schon vor langer Zeit beenden können, habe sich aber dagegen entschieden.
Hintergründe der US-Strategie
Für den US-Präsidenten steht vor den anstehenden Midterm-Wahlen viel auf dem Spiel, da die Treibstoffpreise in den USA im Zuge des eigenen militärischen Konflikts mit dem Iran stark angestiegen sind. Durch das Diesel-Abkommen mit Moskau erhofft sich Trump eine Senkung der Spritpreise. Laut dem russischen Vizeregierungschef Alexander Nowak sind für Oktober Lieferungen von 300.000 Tonnen Diesel vorgesehen, gefolgt von weiteren Mengen in den Folgemonaten. Energieexperten bezweifeln jedoch, dass diese Mengen den hohen US-Verbrauch maßgeblich entlasten können, da die Lieferungen den Bedarf nur für wenige Tage decken würden.
Die politische Dynamik im Weißen Haus zeigt, wie stark internationale Beziehungen derzeit unter dem Druck innenpolitischer Interessen stehen.
Quelle „heute.at“
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