Ein schwerer Vorfall im Wiener Schienennetz hat am Mittwoch den Bahnverkehr massiv aus dem Takt gebracht.

Nach einer seitlichen Kollision zwischen einem leeren Personenzug und einem Güterzug entgleiste die Lokomotive des Güterzugs im Bereich des Wiener Hauptbahnhofs. Die Einsatzkräfte und Techniker standen vor einer anspruchsvollen Aufgabe, während sich Tausende Pendler auf spürbare Verzögerungen einstellen mussten.

Unglück am Vormittag

Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch gegen 11.30 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen touchierte eine leere Schnellbahn die Flanke eines Güterzuges. Durch den Zusammenstoß sprang die Lok des Güterzuges aus den Schienen, und der Personenzug erlitt seitlich erhebliche Beschädigungen. Glück im Unglück: Bei dem Zusammenprall wurde niemand verletzt. Die genaue Ursache für die Kollision ist Gegenstand laufender Untersuchungen.

Einschränkungen bis Mitternacht

Die Bergungs- und Aufräumarbeiten gestalteten sich aufwendig. Wie ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gegenüber der Austria Presse Agentur (APA) bestätigte, blieben die Zugfahrten zwischen dem Wiener Hauptbahnhof und dem Bahnhof Gramatneusiedl bis zum Betriebsschluss um 23.59 Uhr stark eingeschränkt.

Schienenersatzverkehr und Fahrzeitverlängerungen

Besonders betroffen von den Ausfällen und Umleitungen waren die Linien REX 63 und REX 64. Um den Transport der Fahrgäste weiterhin zu gewährleisten, richteten die ÖBB auf der betroffenen Strecke kurzfristig einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Bahnreisende mussten auf dieser Route mit einer zusätzlichen Reisezeit von bis zu 30 Minuten rechnen.

Serie von Störungen im Wiener Bahnnetz

Der aktuelle Zwischenfall reiht sich in eine Serie von technischen Herausforderungen auf den Wiener Schienenwegen ein. Bereits seit einem Kabelbrand am Praterstern am 13. August laufen Reparaturarbeiten an beschädigten Anlagen. Aus diesem Grund fährt derzeit keine S-Bahn zwischen Praterstern und Hauptbahnhof, und auch der Zugsverkehr zwischen Wien Mitte und Geiselbergstraße ist unterbrochen. Für die Linie S7 steht zwischen Wien Mitte und Geiselbergstraße ein Ersatzverkehr mit Bussen bereit. Diese Einschränkungen bleiben voraussichtlich bis zur geplanten Hauptsperre am 7. September bestehen.

Die Kollision zweier Züge am Wiener Hauptbahnhof führte zu erheblichen Störungen im Nah- und Regionalverkehr der Bundeshauptstadt. Trotz des Sachschadens und der stundenlangen Verzögerungen verlief der Unfall ohne Personenschäden. Dank des rasch eingerichteten Schienenersatzverkehrs der ÖBB konnte der Transport auf den betroffenen Strecken aufrechtgehalten werden, bis der normale Betrieb nach Betriebsschluss wieder aufgenommen werden konnte.

Quelle „heute.at“

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Von admin

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