Der Griff zur Zigarettenschachtel wird für Herr und Frau Österreicher ab sofort zu einer kostspieligen Angelegenheit. Mit dem heutigen Montag, den 19. Jänner 2026, tritt die erste Welle der massiven Preiserhöhungen im Tabakregal in Kraft.
Während einige Marken moderat steigen, wird bei den Großpackungen eine psychologisch wichtige Grenze durchbrochen: Zum ersten Mal kosten einzelne Einheiten bis zu 10 Euro.
Steuerplus für das Staatsbudget
Hinter der Teuerungswelle steht eine Anpassung der Tabaksteuer, die im Februar offiziell wirksam wird. Die Industrie reagiert bereits vorab und gibt die Kosten an die Konsumenten weiter. Das Finanzministerium darf sich freuen: Trotz eines rückläufigen Absatzes von zuletzt minus 4,3 Prozent kalkuliert der Bund mit Mehreinnahmen von rund 100 Millionen Euro für das Jahr 2026. Insgesamt spült die Tabaksteuer inklusive Mehrwertsteuer jährlich knapp 2,9 Milliarden Euro in die Staatskassa.
JTI macht den Anfang
Den Startschuss für die neue Preisliste gibt der Branchenriese Japan Tobacco International (JTI). Ab dem 19. Jänner müssen Raucher bekannter Traditionsmarken zwischen 30 und 40 Cent mehr pro Packung kalkulieren.
Die Details der JTI-Preisanpassung:
- Camel (Blue, Yellow, Dark Blue sowie 100er) klettert auf bis zu 7,40 Euro.
- Meine Sorte und Smart Export kosten nun bis zu 7,30 Euro.
- Sobranie (Black, Gold, S-Pink) liegt künftig bei 7,30 Euro.
- Winston Blue L24 und Classic L24 steigen auf 7,40 Euro.
- Benson & Hedges Black sowie Silver Big 23 erhöhen sich von 6,60 Euro auf 7,00 Euro.
Philip Morris zieht im Februar nach
Wer glaubt, durch einen Markenwechsel der Teuerung zu entkommen, wird enttäuscht. Ab dem 2. Februar 2026 zieht der Mitbewerber Philip Morris nach. Der Klassiker Marlboro wird dann erstmals die 7-Euro-Marke überspringen. Varianten wie Marlboro Soft, Touch oder Gold Soft werden mit bis zu 6,80 Euro bepreist. Auch bei Chesterfield geht es nach oben: Die klassische Variante steigt von 6,20 Euro auf 6,40 Euro.
Der 10-Euro-Schock bei XL-Packungen
Besonders drastisch fällt die Erhöhung bei den Vorratspackungen aus. Wer auf Menge setzt, muss tief in die Tasche greifen. Während die Chesterfield 23er-Packung bei rund 7,00 Euro liegt und die Marlboro 24er-Einheit etwa 8,00 Euro kostet, erreichen die größten Formate Rekordwerte. Für eine Packung Marlboro 31s oder L&M 32s werden künftig glatte 10,00 Euro fällig.
Ausblick auf E-Zigaretten und Beutel
Ein Ende der Preisspirale im Nikotinsektor ist nicht in Sicht. Bereits für den 1. April 2026 ist die nächste Stufe geplant. Dann fallen auch E-Zigaretten, Liquids und die immer beliebter werdenden Nikotinbeutel unter die Tabaksteuer, was auch in diesem Segment zu deutlichen Preissprüngen führen wird.
Rauchen in Österreich wird 2026 endgültig zum Luxusgut. Die Kombination aus steuerlichen Vorgaben und Preisanpassungen der Konzerne sorgt dafür, dass die 10-Euro-Marke kein Tabu mehr ist. Während der Fiskus profitiert, stellt sich für viele Konsumenten angesichts der neuen Tarife zunehmend die Frage der Leistbarkeit.
Quelle „heute.at“
Österreich bittet zur Kasse – der blaue Dunst wird zum teuren Pflaster
