In der Nacht auf den 7. Mai kam es im 12. Wiener Gemeindebezirk zu einer brutalen Attacke auf zwei junge Männer.
Die Täterschaft flüchtete mit der Beute, während eines der Opfer im Krankenhaus behandelt werden musste.
Hinterhalt am Parkrand
Die nächtliche Ruhe im Bereich der Niederhofstraße wurde am späten Mittwochabend jäh unterbrochen. Gegen 23:15 Uhr befanden sich ein 16-jähriger Jugendlicher und sein 20-jähriger Begleiter in der Nähe des Hermann-Leopoldi-Parks, als sie unvermittelt von einer Gruppe bislang unbekannter junger Männer gestellt wurden. Was als bloße Begegnung begann, eskalierte binnen Sekunden in massive körperliche Gewalt.
Einsatz von Reizgas und Klinge
Die Angreifer gingen mit äußerster Brutalität vor. Zunächst setzten die Täter Pfefferspray gegen die beiden Opfer ein und attackierten sie mit Faustschlägen. In der Hitze des Gefechts zog einer der Unbekannten ein Messer und führte mehrere gezielte Stichbewegungen gegen die Überfallenen aus. Dass es dabei nicht zu lebensgefährlichen Verletzungen kam, ist allein der Geistesgegenwart der Opfer zu verdanken. Der 20-Jährige konnte den Angriffen reaktionsschnell ausweichen, wobei die Klinge lediglich seine Jacke durchschnitt und beschädigte.
Flucht mit geringer Beute
Nachdem die Täter die Gegenwehr gebrochen hatten, entwendeten sie eine Baseballkappe, eine Umhängetasche, ein Mobiltelefon sowie einen geringen Bargeldbetrag in der Höhe von 40 Euro. Unmittelbar nach der Tat flüchtete die Gruppe mit dem Raubgut in die Dunkelheit. Eine sofort eingeleitete Fahndung im Nahbereich blieb vorerst ohne Erfolg.
Medizinische Notversorgung
Der 16-Jährige erlitt durch das eingesetzte Reizgas schwere Augenreizungen. Nach der Erstversorgung durch die Wiener Berufsrettung vor Ort wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Sein 20-jähriger Freund kam mit dem Schrecken und einer beschädigten Jacke davon; er blieb körperlich unverletzt.
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Die Exekutive hat die Arbeit aufgenommen. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Süd, führt die Ermittlungen wegen schweren Raubes. Der Fokus liegt derzeit auf der Auswertung möglicher Zeugenaussagen und der Spurensicherung am Tatort, um die Identität der flüchtigen Tätergruppe zu klären.
Der Vorfall in Meidling zeigt eine erschreckende Hemmschwelle zur Gewalt. Dass für eine Beute von 40 Euro und ein Mobiltelefon potenziell tödliche Stiche mit einem Messer in Kauf genommen wurden, unterstreicht die Aggressivität der unbekannten Tätergruppe.
Quelle „LPD Wien“
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