Wien – Die österreichische Bundesregierung hat per Umlaufbeschluss im Ministerrat ein umfangreiches Medienpaket auf den Weg gebracht. Die Reform soll den heimischen Medienstandort nachhaltig absichern, Qualitätsjournalismus fördern und die Pressefreiheit im Land stärken.
Qualität und Unabhängigkeit im Fokus
Das Herzstück des neuen Pakets bildet die von Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler vorgelegte Neuaufstellung der Medienförderung. SPÖ-Mediensprecher Klaus Seltenheim betont die fundamentale Bedeutung freier Berichterstattung für die Demokratie. Transparente und nachvollziehbare Qualitätskriterien rücken nun konsequent in den Mittelpunkt der Vergabe.
Zu den zentralen Fördervoraussetzungen zählen künftig die strikte Einhaltung ethischer Richtlinien, professionelles Arbeiten sowie das Erbringen journalistischer Leistungen im öffentlichen Interesse. Die Struktur gliedert sich in eine Basisförderung zur Sicherung redaktioneller Arbeitsplätze sowie gezielte Mittel für Innovation, digitale Geschäftsmodelle, Medien-Start-ups und die Vermittlung von Medienkompetenz.
Millionen für Digitalisierung und Zustellung
Um Verlage und Medienhäuser bei der Transformation ins digitale Zeitalter wirksam zu unterstützen, stellt die Bundesregierung in den kommenden beiden Jahren insgesamt 45 Millionen Euro für die Stärkung digitaler Angebote bereit.
Gleichzeitig wird der klassische Printbereich nicht vernachlässigt. Für die Zeitungszustellung investiert der Bund ebenfalls 45 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren. Damit soll sichergestellt werden, dass Bürgerinnen und Bürger in allen Regionen Österreichs unabhängig von ihrer Postleitzahl Zugang zu verlässlichen Printmedien erhalten.
Offensive gegen Desinformation bei Jugendlichen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gezielten Bekämpfung von Fake News im Netz. Ab dem Jahr 2027 werden die Mittel für Medienkompetenz spürbar von bisher 700.000 Euro auf zehn Millionen Euro aufgestockt.
Im Rahmen dieser Jugendinitiative fließen sieben Millionen Euro in den Fördercall „Young Media“. Dadurch sollen junge Menschen in ganz Österreich einen hürdenfreien und kostenlosen Zugang zu qualitätsvollen journalistischen Inhalten erhalten.
Mit dem aktuellen Medienpaket setzt die Bundesregierung auf eine Neuorientierung der österreichischen Medienförderung. Durch die Verknüpfung von Qualitätsstandards, Digitalförderung, regionaler Zustellsicherung und einer großvolumigen Offensive für Jugend-Medienkompetenz wird ein umfassendes Fundament für den Erhalt und die Weiterentwicklung der unabhängigen Medienlandschaft gelegt.
Quelle „SPÖ Pressedienst“
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