Vorige Woche in der Nacht auf Montag riss der helle Schein von Flammen die Anwohner der Hyegasse im 3. Wiener Gemeindebezirk aus dem Schlaf. Gegen 02:15 Uhr verwandelte sich die ruhige Gasse in der Landstraße in einen Schauplatz der Zerstörung. Zwei abgestellte Fahrzeuge standen innerhalb weniger Minuten in Vollbrand und brannten bis auf die Karosserie nieder.
Kanister erhärtet Verdacht auf Brandstiftung

Die Wiener Berufsfeuerwehr rückte unter Sondersignal an, um ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude und weitere Parkplätze zu verhindern. Während die Löscharbeiten den unmittelbaren Brand bannten, machten die Beamten der Landespolizeidirektion Wien eine brisante Entdeckung: Unmittelbar neben einem der Wracks wurde ein Kanister sichergestellt. Dieser Fund erhärtet den Verdacht, dass hier kein technischer Defekt vorlag, sondern vorsätzlich gehandelt wurde.

Landeskriminalamt Wien übernimmt Ermittlungen

Die Brandgruppe des Landeskriminalamts Wien hat die weiteren Erhebungen übernommen. Die Ermittler hüllen sich aus taktischen Gründen derzeit in Schweigen, während Spuren am Tatort gesichert und der Kanister auf Rückstände von Brandbeschleunigern sowie DNA-Spuren untersucht wird. Ob es sich um eine gezielte Tat gegen die Besitzer oder um wahllosen Vandalismus handelt, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Studentin nach Anschlag vor dem Ruin

Besonders hart trifft der Vorfall eine 22-jährige Wienerin. Ihr silberner VW Polo, den sie für den täglichen Weg zu ihrem Teilzeitjob und zur Universität benötigt, ist nur noch ein Haufen Schrott. Da die Studentin die Kosten für ein neues Fahrzeug sowie die anfallenden Gebühren für die Reinigung der Fahrbahn von ausgelaufenem Benzin nicht alleine stemmen kann, herrscht bei ihr pure Verzweiflung. Ohne eine Versicherung, die bei Brandstiftung sofort einspringt, oder das Fassen des Täters bleibt sie auf einem Schaden von mehreren tausend Euro sitzen.

Zeugenaufruf nach nächtlichem Feuerdrama

Die Polizei und die Betroffenen hoffen nun auf die Mithilfe der Bevölkerung. Da die Hyegasse in einem Wohngebiet liegt, könnten Anwohner verdächtige Geräusche gehört oder Personen wahrgenommen haben, die sich zur Tatzeit hastig vom Einsatzort entfernt haben. Jeder Hinweis könnte entscheidend sein, um den Tätern auf die Spur zu kommen und weitere Anschläge im Viertel zu verhindern.

Der nächtliche Brandanschlag in Wien-Landstraße lässt viele Fragen offen und eine junge Frau in finanzieller Not zurück. Während die Polizei nach dem Feuerteufel fahndet, zeigt dieser Fall erneut, wie schnell Eigentum und Mobilität durch blinde Zerstörungswut vernichtet werden können. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Auswertung der Spuren am gefundenen Kanister den entscheidenden Durchbruch bringt.

Quelle „heute.at“

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Von admin

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