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Die jüngste Regierungsklausur in Mauerbach sorgt für heftige Turbulenzen in der heimischen Gastronomie.

Im Zentrum der Kritik steht ein neuer Vorschlag zur Bekämpfung der Teuerung: Wirte sollen künftig verpflichtet werden, mindestens eine preiswerte Mahlzeit auf ihrer Speisekarte anzubieten – analog zum bereits existierenden Modell des günstigen Jugendgetränks.

Frontalangriff auf die Privatwirtschaft

Für Gerold Royda, den Sprecher der Wirte in der Wirtschaftskammer Oberösterreich, ist dieser Vorstoß ein massiver Eingriff in die unternehmerische Freiheit. Royda, der selbst ein Hotel und einen Gastronomiebetrieb führt, findet im Gespräch deutliche Worte für die Pläne aus der Politik. Er betont die Notwendigkeit einer sauberen Kalkulation, die in der Verantwortung der Betreiber liege, da diese am Ende des Tages das wirtschaftliche Risiko alleine tragen.

Kritik an praxisferner Umsetzung

Besonders die praktische Durchführbarkeit stößt auf Unverständnis. Laut Royda wurde der Vorschlag ohne Rücksprache mit Experten aus der Branche entworfen. Er stellt die Frage in den Raum, wie eine solche Regelung in spezialisierten Betrieben funktionieren soll. Von der gehobenen Haubengastronomie über Buffet-Konzepte bis hin zu Hotels mit Halbpension-Arrangements fehle jegliches Konzept für eine faire und logische Umsetzung.

Bürokratie statt Entlastung

Die Branche befürchtet durch die Maßnahme vor allem einen weiteren Anstieg des administrativen Aufwands. Anstatt die Gastronomen in Zeiten steigender Energiekosten und Personalnot zu entlasten, sieht Royda in dem Vorstoß eine rein politische Inszenierung, die an der Realität der täglichen Arbeit vorbeigeht. Die Bezeichnung als Amateure in Richtung der politischen Entscheidungsträger verdeutlicht die tiefe Kluft zwischen der Regierung und den Fachleuten vor Ort.

Der Widerstand der Gastronomie gegen die staatlich verordnete Billig-Speise ist massiv. Die Wirte fordern mehr Vertrauen in die Marktmechanismen und weniger bürokratische Hürden. Ob der Vorschlag aus Mauerbach tatsächlich in ein Gesetz gegossen wird oder aufgrund des heftigen Gegenwindes der Interessenvertreter noch entschärft wird, bleibt abzuwarten.

Quelle „heute.at“

Wirte-Widerstand gegen Preis-Diktat.

Von admin

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