Die ganze Liste – Was in Österreich jetzt teurer wird
Der Herbst bringt nicht nur kühleres Wetter, sondern auch einen gewaltigen Kosten-Hammer für österreichische Konsumenten. Im November schlagen gleich mehrere Preisanstiege und Regeländerungen voll zu.
Von der Gesundheitsversorgung bis zum Online-Shopping und Streaming – das Geldbörserl wird quer durchs Land spürbar entlastet.
E-Card-Gebühr: Fast eine Verdoppelung
Besonders bitter trifft es die E-Card. Ab dem 15. November steigt die jährliche Service-Gebühr drastisch an. Statt des bisherigen Betrags wird man künftig 25 Euro berappen müssen – fast das Doppelte. Diese Gebührenerhöhung, die im Zuge der geplanten Budgetmaßnahmen beschlossen wurde (zuletzt unter Gesundheitsministerin Korinna Schumann diskutiert), soll zusätzliche Einnahmen ins Gesundheitssystem spülen.
- Alter Preis: Zuletzt 13,80 Euro
- Neuer Preis ab 15.11.: 25 Euro
Die Reaktion vieler Österreicher ist verständlich: Eine Wienerin beklagte verzweifelt: „Die Preise sind wirklich Horror.“
Steuern und Netzgebühren explodieren
Auch das tägliche Leben wird durch politische Weichenstellungen teurer: Die CO₂-Steuer wird Anfang 2026 erneut steigen und somit fossile Brennstoffe und damit das Tanken und Heizen weiter verteuern. Parallel dazu schießen die Netzgebühren für Strom und Gas in die Höhe.
Online-Shopping: Strengere Regeln für Klarna und PayPal
Wer gerne online spontan einkauft, muss sich umstellen. Ab dem 20. November treten strengere Regeln für den beliebten „Jetzt kaufen, später zahlen“-Service in Kraft. Anbieter wie Klarna und PayPal sind dann verpflichtet zu prüfen, ob sich Kunden den Einkauf überhaupt leisten können – auch bei kleineren Beträgen unter 200 Euro. Ziel ist die Verhinderung von Überschuldung, was aber spontane und unkomplizierte Käufe merklich erschwert.
Ryanair: Papier-Boardingpass hat ausgedient
Für Flugreisende gibt es ebenfalls eine wichtige Neuerung: Ryanair schafft ab dem 12. November den Papier-Boardingpass ab.
- Achtung: Künftig gilt nur noch die digitale Bordkarte über die Smartphone-App „myRyanair“.
- Mindestens der Hauptbucher der Reise muss die App nutzen, um die Tickets abzurufen.
- Die Weiterleitung an Mitreisende ist zwar über Messenger-Dienste möglich, erfordert aber von allen Passagieren Zugang zu einem elektronischen Gerät.
Die Umstellung wurde ursprünglich für den 3. November angekündigt, aber um eine Woche auf den 12. November verschoben, um einen reibungslosen Ablauf nach den Herbstferien zu gewährleisten.
Streaming-Gigant erhöht massiv die Preise
Auch beim digitalen Konsum wird zugelangt: Spotify erhöht seine Preise um bis zu 22 Prozent. Spätestens ab dem 15. November gelten die neuen Tarife:
| Spotify-Modell | Alter Preis (ca.) | Neuer Preis | Preisanstieg |
| Individual | 10,99 Euro | 12,99 Euro | +2 Euro |
| Duo | 13,99 Euro | 16,99 Euro | +3 Euro |
| Family | 16,99 Euro | 20,99 Euro | +4 Euro |
| Student | 5,99 Euro | 6,99 Euro | +1 Euro |
Wiener Linien: Letzte Chance auf alten Tarif
In Wien steht der Öffi-Nutzer vor einer massiven Teuerung: Ab Jänner 2026 steigt die beliebte 365-Euro-Jahreskarte auf 467 Euro (bei Einmalzahlung). Das ist ein sattes Plus von 102 Euro.
Spar-Trick bis Ende November:
- Treue Fahrgäste, die ihre aktuelle Jahreskarte mindestens sieben Monate besitzen, können diese vorzeitig zurückgeben und sofort eine neue zum alten Preis von 365 Euro sichern.
- Die neue Karte startet dann am 1. Dezember und gilt für ein volles Jahr.
- Es fällt ein geringer Pönale-Abzug von 30,42 Euro (ein Zwölftel der alten Summe) für die vorzeitige Kündigung an.
- Achtung: Diese Spar-Option ist nur noch bis Ende November verfügbar!
Auto & Verkehr: Winterreifenpflicht kehrt zurück
Ab dem 1. November gilt für alle Autofahrer in Österreich wieder die situative Winterausrüstungspflicht. Das bedeutet: Bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen (Schnee, Schneematsch, Eis) dürfen Pkw nur mit Winterreifen unterwegs sein. Wer mit Sommerreifen erwischt wird, riskiert nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch Verwaltungsstrafen ab circa 100 Euro. Im Extremfall (Gefährdung anderer) drohen sogar bis zu 10.000 Euro Strafe.
Der November ist ein Monat der finanziellen Einschnitte für viele Haushalte in Österreich. Von obligatorischen Gebühren über Verkehr bis hin zu Freizeit-Services – kaum ein Bereich bleibt von den Preissteigerungen und Regulierungen verschont. Vorausschauendes Handeln, wie etwa bei der Jahreskarte der Wiener Linien, kann jedoch zumindest in einigen Bereichen noch kurzfristig finanzielle Entlastung bringen.
Quelle „heute.at“
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