Ein dramatischer Verkehrsunfall im Bezirk Eferding endete in der Nacht auf Mittwoch dank des beherzten Eingreifens der Exekutive glimpflich. In Fraham retteten Beamte eine junge Frau aus ihrem sinkenden Wrack.
Kontrollverlust in der Linkskurve
Gegen 23:00 Uhr war eine 25-jährige Frau aus Bad Schallerbach auf der B134 in Fahrtrichtung Breitenaich unterwegs. In einer langgezogenen Linkskurve verlor die Lenkerin aus bislang ungeklärter Ursache die Herrschaft über ihr Fahrzeug. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich und stürzte mit dem Dach voran in den Hinzenbach. Da das Gewässer aufgrund der aktuellen Wetterlage deutlich mehr Wasser führte als üblich, versank das Fahrzeug bis zur Bodenplatte im eiskalten Nass.
Notfall-App als Lebensretter
Die Verunfallte befand sich in einer lebensgefährlichen Lage: Kopfüber im Gurt hängend, füllte sich der Innenraum schnell mit Wasser. Den entscheidenden Zeitvorteil verschaffte ihr eine moderne Technik. Eine auf ihrem iPhone installierte Notfall-App registrierte den Aufprall und setzte umgehend einen Alarm an die Rettungskräfte sowie eine Angehörige ab.
Spektakuläre Rettung im eiskalten Wasser
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte zählte jede Sekunde. Ein Beamter der Polizeiinspektion Eferding stieg ohne zu zögern in den rund einen Meter tiefen Bach. Gemeinsam mit einem Kollegen der Inspektion Prambachkirchen gelang es ihm, den Sicherheitsgurt der Frau zu durchtrennen und sie aus dem Wrack zu befreien. Andreas Riedl, Kommandant der Feuerwehr Fraham und Einsatzleiter, betonte gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) die Tapferkeit des Polizisten, der unter Einsatz seiner eigenen Gesundheit handelte.
Medizinische Versorgung der Beteiligten
Die 25-Jährige wurde nach der Erstversorgung in das Unfallkrankenhaus Linz eingeliefert. Ein durchgeführter Alkotest verlief negativ. Auch ihr Retter blieb nicht unverletzt: Er zog sich bei der Bergung Schnittwunden zu und wurde zur Behandlung in das Klinikum Wels gebracht.
Bergung und bekannte Gefahrenstelle
Die Feuerwehr Fraham führte im Anschluss die aufwendige Bergung des Pkw mittels Kran durch. Der Einsatz konnte gegen 01:00 Uhr morgens beendet werden. Laut Einsatzleiter Riedl ist der Streckenabschnitt am Hinzenbach kein Unbekannter: In der Vergangenheit kam es an genau dieser Stelle bereits mehrfach zu ähnlichen Unfällen, bei denen Fahrzeuge im Bachbett landeten.
Dieser Vorfall unterstreicht das perfekte Zusammenspiel von moderner Technik und menschlichem Mut. Ohne das schnelle Handeln des Polizisten und die automatische Alarmierung hätte dieser Unfall im Bezirk Eferding weitaus tragischer enden können.
Quelle „heute.at“
Sicherheit durch Mut und Technik.