Das Klimaticket für den öffentlichen Verkehr steht vor einer weiteren Verteuerung. In einem Interview kündigte Verkehrsminister Peter Hanke an, dass es beim Preis der Öffi-Flatrate „entsprechende Anpassungen“ geben werde.
Das Versprechen, um einen Euro pro Tag in einem Bundesland oder um drei Euro österreichweit unterwegs zu sein, wurde schrittweise von Teuerungswellen überrollt. Nach Preissteigerungen von insgesamt 28 Prozent liegt der Betrag für die bundesweite Karte derzeit bei 1.400 Euro, was umgerechnet 3,84 Euro pro Tag entspricht.
Minister Hanke verteidigte das Tarifniveau und verwies darauf, dass das Ticket auch im europäischen Vergleich ein sehr gutes Angebot bleibe. Ein durchschnittlicher Zugkilometer sei damit nach wie vor deutlich günstiger als die Fahrt mit dem eigenen Pkw. Parallel dazu investiert die Bundesregierung in Zeiten knapper Budgets rund 100 Millionen Euro in eine Spritpreisbremse mit einem Rabatt von 12 Cent pro Liter.
Um die Verkehrsmittel nicht gegeneinander auszuspielen, setzt das Ministerium zusätzlich auf Informationsprojekte. Gemeinsam mit der Asfinag wurde ein System bei der Autobahn Stockerau vorgestellt, das auf Überkopfwegweisern in Echtzeit den schnellsten Weg nach Wien sowie verfügbare Park-and-Ride-Kapazitäten anzeigt.
Die Kosten für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel steigen damit weiter an, während gleichzeitig Fördermaßnahmen für Autofahrer umgesetzt werden.
Quelle „heute.at“
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