Der heimische Eigentumswohnungsmarkt zeigt nach schwächeren Jahren eine deutliche Belebung. Im ersten Halbjahr 2026 verbücherten die Grundbuchsgerichte österreichweit 24.106 Wohnungen.
Das bedeutet ein Plus von 25,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und bringt das Transaktionsvolumen erstmals seit 2022 wieder über das Zehnjahresmittel. Der gesamte Transaktionswert stieg um 26,9 Prozent auf 7,09 Milliarden Euro.
Die Preise für eine durchschnittliche Wohnung legten bundesweit nur moderat um 1,6 Prozent zu und liegen nun bei 267.839 Euro. Da die Immobilienpreise im Schnitt langsamer stiegen als die Inflationsrate, wurden Eigentumswohnungen für viele Käufer real wieder erschwinglicher.
Unterschiede in den Bundesländern
Die Preisspanne zwischen den Bundesländern bleibt beträchtlich. Während eine typische Wohnung im Burgenland im Schnitt für 165.000 Euro den Besitzer wechselte, mussten Käufer in Vorarlberg mit durchschnittlich 351.000 Euro am tiefsten in die Tasche greifen.
In Wien stieg die Zahl der Verkäufe um 16,4 Prozent auf 7.043 Wohnungen. Damit wurde in der Bundeshauptstadt wieder die Marke von 7.000 Kaufverträgen überschritten. Mit einem Quadratmeterpreis von durchschnittlich 5.344 Euro bleibt Wien trotz eines leichten Rückgangs um 2,2 Prozent das teuerste Pflaster beim Quadratmeterpreis. Der Preis für eine typische Wiener Wohnung lag bei 318.967 Euro.
Ein kräftiges Plus verzeichnete die Steiermark mit 3.965 Verkäufen (+37,7 Prozent) bei einem Durchschnittspreis von 188.136 Euro. In Niederösterreich wurden 2.999 Einheiten gehandelt (+39,9 Prozent) bei einem Schnitt von 213.112 Euro. Oberösterreich verbuchte 2.931 Verkäufe (+18,2 Prozent), wo der typische Wohnungspreis auf 249.334 Euro stieg.
Rückgang beim Neubau sorgt für Bedenken
Parallel zu den steigenden Verkaufszahlen schrumpfte der Anteil von Neubau- und generalsanierten Wohnungen deutlich. Österreichweit lag der Anteil von Bauträger-Erstbezügen im ersten Halbjahr nur noch bei 23,4 Prozent, nachdem er 2021 noch 37,7 Prozent betragen hatte. In Wien sank dieser Wert von 35,1 Prozent im Jahr 2024 auf zuletzt 23,9 Prozent. Branchenexperten warnen davor, dass der Alterungsprozess des Wohnungsbestands bei zeitgleich steigender Nachfrage langfristig wieder zu kräftigeren Preisanstiegen und höheren Mieten führen könnte.
Die Erholung auf dem Wohnungsmarkt zeigt eine veränderte Dynamik, bei der stärkere Umsätze auf eine verhaltene Preisentwicklung treffen.
Quelle „heute.at“
AustriaAktuell – Immobilien im Fokus: Transparente Einblicke für Österreich.
