Drei Monate nach einem schockierenden Überfall in Althofen ist der Fall geklärt.
Was als vermeintliches Date begann, endete für einen 17-jährigen Kärntner in einem gewaltsamen Albtraum auf abgelegenen Bahngleisen. Dank intensiver Ermittlungen im Suchtgiftmilieu konnte die Polizei nun ein junges Trio ausforschen.
Die miese Falle von Althofen
Am Abend des 1. Dezembers 2025 wähnte sich das Opfer in Sicherheit. Eine vermeintlich flüchtige Bekanntschaft hatte den Jugendlichen zu einem Treffen in eine Wohnsiedlung gelockt. Gegen 20:30 Uhr verlagerte sich das Geschehen in den Bereich der örtlichen Gleisanlagen – ein Ort, den die Täter bewusst für ihren Hinterhalt gewählt hatten.
Gewalt mit dem Baseballschläger
Kaum am Treffpunkt angekommen, schnappte die Falle zu. Zwei maskierte Männer stürmten mit Baseballschlägern bewaffnet aus der Dunkelheit auf den Jugendlichen zu. Ohne Vorwarnung schlugen die Angreifer auf den 17-Jährigen ein. Mit wilden Gesten und massiven Drohungen forderten sie die Herausgabe von Bargeld und seinem Mobiltelefon.
Flucht nach dem Martyrium
Trotz der heftigen Schläge versuchte sich der Jugendliche zur Wehr zu setzen, doch die Übermacht war zu groß. Erst als er den Angreifern einen geringen Geldbetrag überließ, ließen diese von ihm ab. Der Verletzte rettete sich schwer gezeichnet in Sicherheit. Nach der Erstversorgung wurde er mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Krankenhaus Friesach eingeliefert.
Großfahndung ohne sofortigen Erfolg
Unmittelbar nach der Tat lief eine Maschinerie der Exekutive an. Streifen aus dem gesamten Bezirk, die Schnelle Interventionsgruppe (SIG), die Bereitschaftseinheit und der Hubschrauber „Libelle Alpha“ suchten das Gebiet weiträumig ab. In der Tatnacht konnten die Täter jedoch im Schutz der Dunkelheit entkommen.
Ermittlungserfolg im Drogenmilieu
Die Beamten der Polizeiinspektion Althofen ließen nicht locker. Die entscheidenden Hinweise lieferten schließlich Vernehmungen im Suchtgiftmilieu. Die Ermittler konnten so eine 17-jährige Russin aus Klagenfurt als Lockvogel identifizieren. Ihre Komplizen: ein 18-jähriger Iraker, ebenfalls aus Klagenfurt, und ein gleichaltriger Österreicher aus dem Bezirk St. Veit an der Glan.
Geständnisse und Konsequenzen
Das Trio zeigte sich bei den Einvernahmen geständig. Die Ermittlungsergebnisse wiegen schwer: Raub, Körperverletzung und die heimtückische Planung der Tat. Die drei Beschuldigten wurden bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt und sehen nun einem Gerichtsverfahren entgegen.
Dieser Fall zeigt die erschreckende kriminelle Energie junger Täter, die für minimale Beute schwere Verletzungen des Opfers in Kauf nehmen. Dass die Klärung über das Suchtgiftmilieu gelang, unterstreicht die oft fließenden Übergänge verschiedener Kriminalitätsformen in der Region.
Quelle“heute.at“
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