In Wien-Penzing kam es am Freitagabend zu einem spektakulären Polizeieinsatz der Sondereinheit WEGA. Ein alltäglicher Vorfall im Stiegenhaus eines Mehrparteienhauses in der Goldschlagstraße im 14. Wiener Gemeindebezirk eskalierte innerhalb kürzester Zeit völlig.
Streit im Stiegenhaus
Gegen 22:40 Uhr gerieten zwei Hausbewohner in eine heftige Auseinandersetzung. Ein 55-jähriger österreichischer Staatsbürger war mit seinem unangeleinten Hund im Stiegenhaus unterwegs und versperrte dabei einem 27-jährigen Mann, dessen Frau sowie dem gemeinsamen Kind den Weg. Der anfängliche Wortwechsel mündete rasch in gegenseitigen Beschimpfungen und Drohungen.
Waffe auf Familienvater gerichtet
Die Situation spitzte sich dramatisch zu, als der 55-Jährige plötzlich eine vermeintlich echte Schusswaffe zog und diese direkt auf den 27-Jährigen richtete. Der bedrohte Mann reagierte umgehend, flüchtete aus dem Gebäude auf die Straße und wählte sofort den Notruf.
WEGA nimmt Verdächtigen fest
Aufgrund der geschilderten Bedrohungslage mit einer Schusswaffe wurden neben den Beamten des Stadtpolizeikommandos Fünfhaus auch Kräfte der Wiener Sondereinheit WEGA zum Einsatzort entsandt. Den Zugriffskräften gelang es, den mutmaßlichen Täter wenig später in der Wohnhausanlage aufzuspüren und vorläufig festzunehmen.
Schreckschusswaffe sichergestellt
Bei der Durchsuchung stellte sich heraus, dass es sich bei der vermeintlich scharfen Schusswaffe um eine geladene Schreckschusswaffe handelte. Die Polizei stellte die Waffe umgehend sicher. Gegen den 55-jährigen Bewohner wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Er wurde wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung angezeigt und verblieb am Samstag in Polizeigewahrsam.
Ein banaler Konflikt um einen nicht angeleinten Hund im Stiegenhaus führte durch das Ziehen einer geladenen Schreckschusswaffe zu einem Großeinsatz der WEGA. Der Vorfall unterstreicht, wie rasch vermeintliche Kleinigkeiten im Alltag durch den Einsatz von Waffenattrappen schwerwiegende strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.
Quelle „heute.at“
AustriaAktuell – Immer nah am Geschehen