Die Debatte um das gesetzliche Pensionsantrittsalter in Österreich nimmt erneut an Fahrt auf. Außenministerin und Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger fordert eine erneute Reform und kündigt an, im Herbst alle politischen Kräfte für Verhandlungen an einen Tisch bringen zu wollen.
Neuer Allparteien-Gipfel im Herbst geplant
Beate Meinl-Reisinger betonte am Freitagabend die Notwendigkeit, das gesetzliche Pensionsalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen. Um eine nachhaltige Lösung zu erarbeiten, strebt sie bereits für September Gespräche mit den übrigen Parteien an, die in einen gemeinsamen Pensionsgipfel im Herbst münden sollen. Dabei will die Politikerin alle Fraktionen in die Pflicht nehmen und fordert Transparenz darüber, warum notwendige Reformen gegebenenfalls abgelehnt werden.
Schrittweise Anhebung ab dem Jahr 2030
Obwohl sich die Neos-Vorsitzende grundsätzlich zufrieden mit den seit 1. Jänner 2026 geltenden Anpassungen zeigte, reicht der gegenwärtige Status quo aus ihrer Sicht nicht aus. Das vorgelegte Parteimodell sieht vor, das gesetzliche Pensionsantrittsalter ab 2030 jährlich um zwei Monate anzuheben. Bei Frauen soll der Beginn dieser Maßnahme zeitlich versetzt greifen, da aktuell die schrittweise Angleichung des Frauenpensionsalters läuft.
Zielmarke von 67 Jahren bis 2041
Nach den Berechnungen und Plänen der Neos würde das gesetzliche Antrittsalter durch die jährliche Aufstockung bis zum Jahr 2041 schrittweise auf 67 Jahre ansteigen. Meinl-Reisinger zeigt sich überzeugt, dass ein schrittweises Vorgehen der richtige Weg sei, und sieht für diesen Vorstoß mittlerweile auch Rückhalt innerhalb der Bevölkerung.
Die Initiative für ein höheres Pensionsantrittsalter markiert den Beginn einer erneuten Grundsatzdebatte über die langfristige Finanzierbarkeit des österreichischen Vorsorgesystems. Ob der für den Herbst geplante Allparteien-Gipfel zu einer breiten politischen Einigung führt, hängt von der Kompromissbereitschaft aller beteiligten Parteien ab.
Quelle „heute.at“
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