In der Nacht auf Mittwoch hat ein spürbares Erdbeben zahlreiche Menschen im Tiroler Zentralraum aus dem Schlaf gerissen.
Der Erdstoß ereignete sich um exakt 3.02 Uhr im Raum Hall-Innsbruck und wies eine Magnitude von 3,7 auf. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Hall. Viele Anwohner nahmen die Erschütterung deutlich wahr. Nur acht Minuten später folgte ein Nachbeben, das eine Stärke von 1,9 erreichte.
Schäden an Gebäuden sind bei einer Magnitude von 3,7 im Regelfall nicht zu erwarten, können jedoch vereinzelt auftreten. Bei dem nächtlichen Ereignis handelt es sich um das zweitstärkste Erdbeben der jüngsten Serie in der Region. Der Österreichische Erdbebendienst verzeichnet seit August eine deutliche Häufung von Erdstößen im Tiroler Zentralraum. Die bisher stärkste Erschütterung dieser Serie wurde am 26. September kurz vor 10 Uhr mit einer Stärke von 3,8 registriert. Insgesamt nahmen die Menschen in der Region seit August 18 Erdbeben wahr, davon allein 14 im September und bislang drei im Oktober.
Wie Rita Meurers vom Erdbebendienst der GeoSphere Austria in der „Zeit im Bild 2“ erläuterte, ist die aktuelle Häufung spürbarer Beben durchaus ungewöhnlich. Die seismische Aktivität beschränkt sich dabei nicht auf einen einzelnen Punkt, sondern verteilt sich im Wesentlichen auf drei Zonen: ein Gebiet östlich von Hall, eine Region südöstlich von Innsbruck sowie einen Bereich nördlich von Innsbruck.
Mit dem jüngsten Erdstoß setzt sich die seismische Aktivität im Tiroler Zentralraum somit weiter fort.
AustriaAktuell.at – Naturkräfte im Tiroler Zentralraum.