In der Debatte um die Wirtschaftskammer Wien verschärfen die NEOS den Ton. Der NEOS-Wirtschaftssprecher Markus Hofer stellt sich frontal gegen den Präsidenten der Wirtschaftskammer Wien, Walter Ruck. Hofer betont, dass die jüngsten Entwicklungen eine Grenze überschritten haben und zieht daraus eine klare Konsequenz.
Scharfe Kritik an Amtsführung und Aussagen
Die Kritik von Markus Hofer richtet sich nicht nur gegen den Umgang mit Funktionsposten, sondern auch gegen persönliche Äußerungen Rucks. Die Unternehmerinnen und Unternehmer im Land verdienten engagierte Interessensvertreter, die sich für Entlastung, Standortsicherung und den Abbau von Bürokratie einsetzen. Anstatt die Anliegen der Betriebe in den Mittelpunkt zu rücken, stünden Machtansprüche und Vorteilsnahme im Vordergrund.
Besonders schwer wiegen laut Hofer Aussagen, in denen österreichische Unternehmer als degeneriert bezeichnet worden sein sollen, sowie das gezeigte Machtverständnis und Frauenbild. Wer derartige Positionen vertrete, habe in der Kammer und in der Politik keinen Platz mehr.
Druck auf die ÖVP und Kammerführung steigt
Markus Hofer sieht nun auch die Führung auf höherer Ebene in der Pflicht. Er appelliert direkt an Kammer-Präsidentin Martha Schultz sowie an die gesamte ÖVP, Konsequenzen zu ziehen. Da ein freiwilliger Schritt Rucks aus Sicht der NEOS ausbleibt, müssten nun die übrigen Entscheidungsträger handeln, um den Schaden von den Vertreteten abzuwenden.
Die NEOS bauen in der Causa Walter Ruck maximalen politischen Druck auf. Markus Hofer macht deutlich, dass für den Verbleib Rucks an der Spitze der Wirtschaftskammer Wien kein Raum mehr bleibt. Die Auseinandersetzung erreicht damit eine neue Stufe, die insbesondere die ÖVP und die Spitze der Wirtschaftskammer unter Handlungsdruck setzt.
Izvor „Parlamentsklub der NEOS“
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