Die Wiener Polizei hat einen massiven Schlag gegen den organisierten Drogenhandel geführt.

Unter dem Codenamen Operation Psycho deckten Ermittler des Landeskriminalamts Wien eine hochprofessionelle Indoor-Cannabisplantage in Liesing auf, die weit über das übliche Maß hinausging.

Lange Ermittlungen führten zum Erfolg

Alles begann Ende 2024, als die Ermittler der Gruppe FREY (Außenstelle Zentrum/Ost) auf eine kriminelle Vereinigung stießen. Im Fokus stand eine riesige, rund 3.200 Quadratmeter umfassende Industriehalle in Wien-Liesing. Dort hatten die Täter ein perfides System etabliert: Sie übernahmen die Infrastruktur eines ehemaligen CBD-Betriebs, um diese nahtlos für die illegale Produktion von THC-haltigem Cannabiskraut zu zweckentfremden.

Großeinsatz mit neun Festnahmen

Am 9. September 2025 schlug die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wien und Unterstützung der Sondereinheit WEGA zu. In der Halle wurden neun Personen festgenommen, die dort als Gärtner arbeiteten. Die Männer aus Serbien und Bosnien hielten sich unrechtmäßig im Bundesgebiet auf.

Die Führungsriege der Bande bilden drei Österreicher im Alter von 42, 46 und 55 Jahren. Sie stehen im Verdacht, das gesamte Netzwerk aus Produktion, Personalrekrutierung und Distribution geleitet zu haben. Ein Hauptverdächtiger konnte nach seiner Flucht in Kroatien lokalisiert und im Februar 2026 nach Österreich ausgeliefert werden.

Rekordbeschlagnahmung und Goldfunde

Das Ausmaß der Produktion war gewaltig. Die Polizei stellte insgesamt rund eine Tonne Cannabiskraut sicher. Dazu zählten 9.720 Pflanzen sowie 300 Kilogramm bereits geerntetes und weitere 500 Kilogramm verkaufsfertige Ware aus den Lagerräumen. Der geschätzte Verkaufswert liegt bei rund 4,5 Millionen Euro. Neben den Drogen beschlagnahmten die Beamten 1,4 Millionen Euro Bargeld, Gold, diverse Wertgegenstände, gefälschte Dokumente sowie eine zur Fahndung ausgeschriebene Glock-Pistole.

Hintergrund zum Namen der Operation

Der martialische Name Operation Psycho ist kein Zufall. Er leitet sich vom Spitznamen eines der Hauptverdächtigen ab. Dieser wurde in seinem Umfeld aufgrund seines extrem kontrollierenden Verhaltens als Psychonaut bezeichnet, was den Ermittlern schließlich als Namensgeber für die gesamte Operation diente.

Deutliche Worte der Polizei

Landespolizeivizepräsident General Dieter Csefan unterstrich die Bedeutung des Falls. Er machte unmissverständlich klar, dass Cannabiskriminalität kein Kavaliersdelikt sei. Dieser Fall zeige eindrucksvoll die gefährliche Realität und die professionellen Strukturen der organisierten Kriminalität in Wien.

Mit der Zerschlagung dieses Rings ist der Wiener Polizei ein bedeutender Schlag gegen den illegalen Drogenmarkt gelungen. Dass eine derartige Menge an Material und Bargeld sichergestellt werden konnte, unterstreicht die professionelle Arbeit der Ermittler der Gruppe FREY. Die weiteren strafrechtlichen Konsequenzen für die Hauptverdächtigen werden nun die Justiz beschäftigen.

Quelle „LPD Wien“

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Von admin

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