Ein dramatischer Zwischenfall hat die Wiener Leopoldstadt in der Nacht auf Sonntag in Atem gehalten.
Im Robert-Erber-Hof in der Schüttelstraße brach im 3. Stock einer Wohnanlage im Pratercottage gegen späten Samstagabend ein heftiges Feuer aus. Beim Notruf 122 gingen innerhalb kurzer Zeit zahlreiche besorgte Anrufe ein.
Flammen schlagen aus dem Fenster
Als die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Wien vor Ort eintrafen, schlug bereits ein gewaltiges Flammenmeer aus einem hofseitigen Fenster. Das Stiegenhaus war ab dem Brandgeschoß dicht verraucht und versperrte mehreren Anwohnern den Rettungsweg. Während sich die Bewohnerin der betroffenen Wohnung noch eigenständig ins Freie retten konnte, machten andere Hausbewohner an den Fenstern und auf den Balkonen auf ihre Notlage aufmerksam.
Rettung über Drehleiter und Masken
Die Feuerwehr leitete umgehend einen umfassenden Lösch- und Rettungseinsatz ein. Atemschutztrupps drangen über das verrauchte Stiegenhaus zur Brandwohnung vor, während zeitgleich ein Außenangriff stattfand, um ein Überspringen der Flammen auf das darüberliegende Stockwerk zu verhindern.
Im Stiegenhaus entdeckten die Retter eine verletzte Person und brachten sie ins Freie. Zwei weitere Bewohner wurden mit einer Drehleiter gerettet, eine vierte Person konnte mit einer Fluchtfiltermaske sicher ins Freie geführt werden. Insgesamt betreute die Sonder-Einsatzgruppe der Berufsrettung Wien neun Personen vor Ort, von denen vier Wiener ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Sauerstofftank geborgen
Während der Löscharbeiten bargen die Feuerwehrmänner einen medizinischen Sauerstofftank aus der brennenden Wohnung. Mit Hochleistungsbelüftungsgeräten konnte das Gebäude schließlich rasch entraucht und der Brand vollständig gelöscht werden. Die Ursache für das Feuer ist aktuell noch unklar. Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Wien hat die Ermittlungen bereits aufgenommen.
Dank des raschen und professionellen Eingreifens der Berufsfeuerwehr Wien konnte eine schwere Katastrophe im Gemeindebau verhindert werden. Die schnelle Evakuierung rettete Menschenleben, während die Ermittlungen zur Ursache auf Hochtouren laufen.
Quelle „heute.at“
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